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12. Februar 2013

Spanisches Las Vegas: Neues Spieleparadies „Eurovegas“

Ein spanisches Las Vegas: Ende 2013 sollen die Bauarbeiten für das Projekt „Eurovegas“ beginnen. Foto: dpa

Ein buntes, funkelndes Spieleparadies, und das mitten in Spanien? In Madrid soll in Kürze ein europäisches Las Vegas entstehen – mit Kasinos, Hotels und Einkaufszentren. Doch „Eurovegas“ ruft in Zeiten der Euro-Krise auch Kritiker auf den Plan.

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Vor den Toren Madrids soll ein europäisches Las Vegas entstehen. Die Gemeinde Alcorcón knapp 15 Kilometer südwestlich der spanischen Hauptstadt will das gigantische Kasino- und Tourismus-Ressort „Eurovegas“ beherbergen.

Kasinos, Hotels und Golfplätze

Ein künstliches Entertainment-Paradies soll am Stadtrand von Madrid entstehen.
Ein künstliches Entertainment-Paradies soll am Stadtrand von Madrid entstehen.
Foto: dpa

Der Bau der Las Vegas Sands Corporation von US-Kasino-Tycoon Sheldon Adelson werde Ende des Jahres beginnen, die erste von drei Etappen des 17-Milliarden-Euro-Projektes wolle man 2017 abschließen, sagte der Ministerpräsident der Autonomen Region Madrid, Ignacio González.

Im Kampf um „Eurovegas“ setzte sich Alcorcón gegen Konkurrent Barcelona durch. Auf 750 Hektar sollen in den nächsten 13 Jahren den Angaben nach sechs Kasinos, zahlreiche Hotels, Einkaufs- und Konferenzzentren, Theater, Golfplätze sowie ein Stadion für 15.000 Zuschauer hochgezogen werden.

Großprojekt weckt Hoffnung und Ängste

Das Projekt soll im Euro-Krisenland den Plänen zufolge mehr als 250.000 Arbeitsplätze schaffen. Das gigantische Vorhaben weckt in Spanien in Zeiten der Massenarbeitslosigkeit zwar Begeisterung, ruft aber auch Kritiker auf den Plan. Die Gegner von „Eurovegas“ weisen darauf hin, dass das Krisenland sich in Zukunft eigentlich auf Hightech- und nicht auf neue Dienstleistungsprojekte konzentrieren wollte.

Zudem wird befürchtet, dass das Spielparadies auch zu einem Prostitutionszentrum wird und Kriminelle anlockt. Angeprangert werden auch Steuer- und andere Vergünstigungen, die Madrid Multimilliardär Adelson zugesagt hat. (dpa)

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