Am 21. Dezember 2012 geht der Kalender der mittelamerikanischen Maya-Indianer zu Ende – und damit die ganze Welt? Foto: dpa
Am 21. Dezember passiert die Apokalyse. Das befürchten zumindest Weltuntergangs-Anhänger, die dem Maya-Kalender glauben, der an diesem Tag zu Ende geht. Doch der Lonely-Planet-Reiseführer weiß Abhilfe: Er hat Orte zusammengestellt, an denen sich das Desaster überstehen lässt.
Was für Wissenschaftler ein Rätsel darstellt, ist für Weltuntergangs-Anhänger ein großer Tag: Am 21. Dezember 2012 geht der Kalender der mittelamerikanischen Maya-Indianer zu Ende – und damit die ganze Welt, wie manch einer vermutet. Die Faszination des Weltunterganges ist ungebrochen und hat sogar Auswirkungen auf den Tourismus. Es wird erwartet, dass die Prophezeiung Tausende von Touristen zu den Pyramiden locken wird.
Doch nicht nur Mexiko sollte an diesem Tag Anziehungspunkt sein. Wer der Apokalypse mit Schrecken entgegen sieht, sollte sich rechtzeitig gut überlegen, wie er sie übersteht. Der Lonely-Planet-Reiseführer hat mit einem Augenzwinkern ein paar Orte zusammengestellt, die einen vor dem sicheren Tod bewahren sollen. Sei es durch extra-starke Bunker, mystische Kraftwirbel oder den direkten Weg in eine neue Welt.
Sichere Orte für die Apokalypse
Bildergalerie ( 11 Bilder )
Sichere Orte für die Apokalypse
Greenbrier Resort, USA
Wer den Weltuntergang im protzigen Stil erleben will, ist im „Greenbrier Resort“ in West Virginia genau richtig. 1958 baute die US-Regierung einen Nuklear-Bunker unter dem Luxushotel, der dafür gedacht war, zu Zeiten des kalten Krieges den Kongress zu versammeln. Agenten arbeiteten undercover im Hotel, ein Krankenhaus und 1100 Betten waren jederzeit für den Einsatz bereit. 1992 wurde das Projekt eingestellt, die Dekontaminations-Dusche gibt es aber immer noch. Und Gäste können heute den Luxus von Golfplatz und Spa direkt über dem Bunker genießen.
Foto: Greenbrier Resort
Glastonbury Tor, England
Egal ob als Eingang zum Märchenland, als Versteck des Heiligen Gral oder als verzauberte Insel von Avalon - es ist viel Magie mit diesem heiligen Hügel in England verbunden. Die Sage geht um, dass König Arthur dort begraben liegt - bereit, sein Land mit seinem magischen Schwert zu verteidigen, falls dies einmal nötig sein sollte. Am Tag der Apokalypse sollten Reisende also gut geschützt sein und während sie auf den Tag der Abrechnung warten, können sie die Stadt Glastonbury erkunden.
Foto: Cavie78/Wikimedia
Mount Ararat, Türkei
Der Berg Ararat in der Türkei soll angeblich der Ort sein, an dem Noah seine Arche baute, nachdem Gott die Erde mit 40 Regentagen unter Wasser gesetzt hatte. Religiöse Abenteurer suchen daher regelmäßig Reste der Arche rund um den 5200 Meter hohen Berg. Wer der Geschichte weniger Glauben schenkt, kann dort wunderbare Wanderungen unternehmen. Und wenn die Apokalypse wieder in Form einer Flut daher kommt, bekommt man hier garantiert keine nassen Füße.
Foto: dpa
Chichen Itza , Mexiko
Wenn die Welt doch ohnehin untergeht, warum die Apokalypse also nicht direkt vor Ort in Mexiko an der spektakulären Pyramide Chichen Itza erleben? Die Maya bauten den Tempel mit 365 Stufen, um jeden Tag des Jahres zu repräsentieren. Zweimal im Jahr fällt die Sonne so ein, dass die Illusion einer sich bewegenden Schlage entsteht. Egal, wie kritisch Besucher dem Weltuntergangs-Datum gegenüberstehen, hier ist der Beweis, dass die Maya ihren Kalender ganz genau kannten.
Foto: picture alliance / dpa
Global Seed Vault, Norwegen
Auf Spitzbergen, 1300 Kilometer vom Nordpol entfernt, mitten im ewigen Eis, liegt der „Global Seed Vault“ (deutsch: Weltweiter Saatgut-Tresor). Es mag sich nach Science Fiction anhören, aber diese Untergrund-Kammer kann 4,5 Millionen verschiedene Saatkörner speichern. 2008 eröffnet, soll er so die genetische Vielfalt bewahren. Die Erbauer suchten den Platz aus, da er sicher vor Flut, seismischer Aktivität und anderen Naturkatastrophen ist. Bei minus 18 Grad soll sich das Saatgut für immer halten. Hier lässt sich ein Weltuntergang sicher gut überstehen, aber warme Kleidung sollte man nicht vergessen.
Foto: Mari Tefre/Svalbard Global Seed Vault
Ayers Rock, Australien
Der rote Ayers Rock liegt mitten in Australien. Der Sandstein-Monolith hat bei den Aborigines eine tiefe, spirituelle Bedeutung. Er steht für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem und gilt als einer der Kraftpunkte der Erde. Der Legende nach existiert er bereits ewig - eine Apokalypse sollte ihm also wenig anhaben können.
Foto: Ayers Rock
Capitol, USA
Als das Visitor Center des Capitols 2008 gebaut wurde, rankte sich eine Legende um den Bau. Drei Stockwerke wurden unter der Erde gebaut, der geheime dritte Stock angeblich für die private Nutzung der Kongress-Abgeordneten. Aufgrund der Kosten-Explosion um 350 Millionen Dollar vermuteten viele, dass in dem Stockwerk statt dessen ein Bunker eingerichtet wurde, in dem der Kongress in Notfällen Zuflucht finden kann. Besucher könnten bei einer Führung versuchen, das Geheimnis zu ergründen.
Foto: Clindberg/Wikimedia
Pyramiden von Gizeh, Ägypten
Durch den Film „Star Gate“ wissen wir, dass die Pyramiden mehr sind als eine königliche Grabkammer, sondern ein Portal zu einem anderen Planeten. Wie sonst sollte der mysteriöse Gang vom tiefen Grab in Richtung Himmel zu erklären sein? Wenn unsere Welt tatsächlich 2012 endet, ist es nicht unklug, genau hier zu sein, um der Apokalypse zu entkommen. Und wer nicht an die Prophezeiung glaubt, hat zumindest eine der weltweiten Top-Sehenswürdigkeiten gesehen.
Foto: dpa
Vivos Shelter, USA
In Nebraska liegt der sogenannte„Vivos Shelter“ - der genaue Ort ist unbekannt. Wer am 21. Dezember ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sich dort eine Suite kaufen, die allen Gewalten widerstehen wird: vom Kometen-Einschlag bis zum Vulkanausbruch. Jede der 228 Einheiten ist zudem wohnlich dekoriert und beinhaltet einen Weinkeller. Auch eine DNA-Aufbewahrungsmöglichkeit und eine Jahresration an Tiefkühl-Spaghetti sind mit dabei. Für eine Person kostet der Bunker 25.000 Dollar.
Foto: Vivos Shelter
Sedona, USA
Wer sich von der Apokalypse stressen lässt, sollte nach Sedona fahren und sich von den dortigen magischen Kraftwirbeln beruhigen lassen. Die Indianer sahen in den roten Felsen seit jeher einen Hotspot, an dem die Energie der Erde sich konzentriert. Heute finden sich dort viele spirituelle Freizeitzentren und metaphysische Bücherläden. Aber die Gegend bietet auch schöne Wandertouren für die, die sich vom Ende der Welt nicht weiter beunruhigen lassen.
Foto: Tomascastelazo/Wikimedia
Am 21. Dezember 2012 geht der Kalender der mittelamerikanischen Maya-Indianer zu Ende – und damit die ganze Welt, wie manch einer vermutet. Wer der Apokalypse mit Schrecken entgegen sieht, sollte sich rechtzeitig gut überlegen, wie er sie übersteht. Der Lonely-Planet-Reiseführer hat mit einem Augenzwinkern ein paar Orte zusammengestellt, die einen vor dem sicheren Tod bewahren sollen.
Foto:
dpa
Reise
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Gefahrenfrei sollte es zum Beispiel im „Vivos Shelter“ in Nebraska zugehen. Wer am 21. Dezember ganz auf Nummer sicher gehen will, kann sich dort eine Suite kaufen, die allen Gewalten widerstehen wird: vom Kometen-Einschlag bis zum Vulkanausbruch. Jede der 228 Einheiten ist zudem wohnlich dekoriert und beinhaltet einen Weinkeller. Auch eine DNA-Aufbewahrungsmöglichkeit und eine Jahresration an Tiefkühl-Spaghetti sind mit dabei. Für eine Person kostet der Bunker 25.000 Dollar.
Wer eher auf spirituelle Hilfe setzen möchte, sollte nach Australien zum Ayers Rock fahren. Der Sandstein-Monolith hat bei den Aborigines eine tiefe, spirituelle Bedeutung. Er steht für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in einem und gilt als einer der Kraftpunkte der Erde. Der Legende nach existiert er bereits ewig - eine Apokalypse sollte ihm also wenig anhaben können.
In unserer Bildergalerie zeigen wir weitere Orte, an denen Sie den Weltuntergang überstehen werden.
Wer übrigens nicht an die Prophezeiung glaubt, hat dennoch Top-Sehenswürdigkeiten und wunderschöne Landschaften besucht. Und kann sich freuen, dass die Erde auch am 22. Dezember noch da ist.