Eine tote Vogelspinne ist Ihnen lieber als eine lebendige? Dann Mund auf und einmal beherzt zubeißen! In der kambodschanischen Stadt Skun steht der Verzehr von Spinnen auf der Tagesordnung. Die "Spinnenstadt" ist sogar weltweit berühmt für ihre Vogelspinnen-Delikatesse. Ein bisschen Zucker, Salz, Knoblauch und Chilli an die Spinne, danach frittieren – und fertig ist der Snack für zwischendurch.
Für die Einheimischen ist die Spinnenmahlzeit, die ein bisschen nach Hühnchen schmeckt, eine Speise für jeden Tag. Sie lassen sich die Tiere in größeren Mengen einfach lebend einpacken. Touristen probieren sich da meist etwas zögerlich an der bereits gegrillten Version.
Ausgefallene Delikatessen gibt es in jedem Land. Für Menschen anderer Kulturen sind diese Gerichte oft gewöhnungsbedürftig bis eklig. Auf den Philippinen verköstigt man etwa ausgebrütete Eier samt Embryo-Fleisch, genannt „Balut“. In Mexiko knuspern Feinschmecker gekochte Ameisen-Larven. In den USA, Spanien und Kanada stehen Stierhoden auf der Speisekarte, die angeblich potenzfördernd sein sollen. Eine isländische Spezialität ist „Gammel-Hai“. Und auch der inzwischen berühmte Käse Casu Marzu ist erst dann „reif“ und fertig für den Tisch, wenn die Maden in ihn eingezogen sind.
In unserer Bildergalerie zeigen wir weitere ungewöhnliche Spezialitäten aus aller Welt. (dmn)
China: Tausendjährige Eier
Tausend Jahre sind sie nicht alt, aber immerhin etwa drei Monate. In China werden rohe Enteneier in einer Masse aus Holzkohle, gebranntem Kalk, Salz und Wasser eingelegt. Sie verwandelt das Eiklar in eine zähe, bernsteinfarbene Masse, das Eigelb wird graugrün und schmierig. Tausendjährige Eier halten sich bis zu drei Jahre ungekühlt. Ihr Geschmack reicht von beißend-zitronig bis salzig.
Foto: FotoosVanRobin/WikimediaBilder und Berichte von den schönsten Urlaubszielen, Reisetipps für Ihre Traumreise