Im Urlaub kann man mal mutig sein: Eine geröstete Heuschrecke hier oder eine kleine Kuttelsuppe da – für viele Menschen vorstellbar. Doch der Ekelfaktor mancher Speisen geht weit über dieses Stadium hinaus.
Auf den Philippinen beispielsweise gelten angebrütete Eier von Enten oder Hühnern als Delikatesse. Etwa 19 Tage alte Eier mit deutlich sichtbaren Embryos werden eine halbe Stunde gekocht und anschließend mit Salz, manchmal auch Essig oder Sojasauce warm verzehrt – inklusive Embryo. Geschmacklich soll das bräunlichschwarze Fleisch des Kükens salzig und scharf sein, Schnabel und Federn etwas bissfester.
China: Tausendjährige Eier
Tausend Jahre sind sie nicht alt, aber immerhin etwa drei Monate. In China werden rohe Enteneier in einer Masse aus Holzkohle, gebranntem Kalk, Salz und Wasser eingelegt. Sie verwandelt das Eiklar in eine zähe, bernsteinfarbene Masse, das Eigelb wird graugrün und schmierig. Tausendjährige Eier halten sich bis zu drei Jahre ungekühlt. Ihr Geschmack reicht von beißend-zitronig bis salzig.
Foto: FotoosVanRobin/WikimediaDer fermentierte Hai aus Island, Hákarl genannt, hört sich eigentlich noch ganz okay an, der Volksmund nennt diese Spezialität jedoch „Gammel-Hai“ und das kommt der Sache gleich viel näher. Der eigentlich giftige Grönlandhai wird ausgenommen, gesäubert und in der Erde verbuddelt, wo er dann mehrere Sommer- und Wintermonate vor sich hin gammelt, bis sich das Gift zersetzt hat. Geruch und Geschmack des Fleisches sind nach diesem Reifeprozess so intensiv und stechend, dass es selbst Einheimische nur mit viel Schnaps herunter bekommen.
Schon auf den Geschmack gekommen? In unserer Bildergalerie stellen wir Ihnen noch mehr Ekel-Speisen vor. Aber Vorsicht: Die sind nichts für schwache Nerven!
(jm/fr)
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