Saunieren extrem: Auf dem Hausboot, in einer Gondel oder auf der Spree. Foto: Holidaycheck
Dank eines Hochs aus Sibirien wird's in Deutschland diese Woche noch einmal richtig knackig kalt. Optimale Bedingungen für einen Saunabesuch. Wir haben mal zehn besonders ungewöhnliche Exemplare herausgesucht: in Gondeln, Bussen und auf Schiffen.
Finnische Blocksauna, erfrischende Kräutersauna oder doch lieber ein Besuch im Dampfbad? Saunieren ist im Winter total angesagt. Regelmäßige Aufenthalte in der heißen Schwitzkammer stärken das Immunsystem und sorgen für wohlige Wärme. Wem der Saunabesuch in einer Standard-Sauna zu langweilig ist, der interessiert sich vielleicht für eine der zehn ausgefallenen Saunen, die das Reiseportal HolidayCheck zusammengestellt hat.
Im Mutterland des Schwitzbades, im finnischen Ylläs gibt es die erste Sauna-Gondel der Welt. Ausgestattet mit einem elektrischen Saunaofen, gleitet dieses ungewöhnliche Gefährt in rund 20 Metern Höhe dem Gipfel entgegen. Eine Runde dauert 15 Minuten, jeweils vier Personen können das exotische Saunieren in der Gondel genießen und haben dabei einen tollen Ausblick auf die Fjäll-Landschaft Lapplands.
Ungewöhnliche Orte zum Schwitzen
Bildergalerie ( 10 Bilder )
Ungewöhnliche Orte zum Schwitzen
Saunaschiff M/S Gloskär auf dem Larsmosee / Finnland
Wie aus einer anderen Welt wirkt das kleine schwimmende Hexenhäuschen. Gemütlich schippert es durch das Naturschutzgebiet Sieben-Brücken-Schärenstraße. Im Inneren ist es heiß – hier bollert der Ofen der finnischen Sauna mit Platz für zwölf Personen. Für Abkühlung sorgt ein Sprung ins eiskalte Wasser, den nur mutige Saunagänger wagen.
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Schutzhütte „Schöne Aussicht“ in Schnalstal / Südtirol
Auf 2845 Metern liegt die höchste Freiluftsauna Europas. Während das Saunahäuschen im Freien für heiße Stunden sorgt, lockt der Outdoor-Pool mit herrlichem Ausblick über den Hochjoch-Gletscher. Angenehme Abkühlung gibt es im gemütlichen Iglu, in dem direkt im Anschluss an den Saunagang eine romantische Nacht verbracht werden kann.
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„Arena Badeschiff“ auf der Spree / Berlin
Eine Insel zum Wohlfühlen und Relaxen mitten in der Spree – Badevergnügen pur an heißen Sommertagen. Im Winter verwandelt sich das Badeschiff in eine Sauna- und Wellness-Oase mit Pool und fantastischem Panoramablick. Der perfekte Ort für einen entspannten Tag fernab der Großstadthektik.
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Mobile Fasssauna / fast überall
Warum im dunklen Keller schwitzen, wenn es auch mit herrlichem Blick in den Garten, die Natur oder auf den See geht. Die mobile Mietsauna kann (fast) überall aufgestellt werden. Sie wird problemlos zum gewünschten Ort transportiert und ist schon nach kurzer Aufheizzeit einsatzbereit. Gesunde Entspannung in ausgesprochen privater Atmosphäre.
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Panorama-Sauna auf „Mein Schiff 2“ / TUICruises
Schon mal mitten auf dem Meer einen Wellness-Tempel besucht? Einen fantastischen Ausblick über das Meer bietet die 45 Quadratmeter große finnische Sauna - die größte schwimmende Sauna auf einem Kreuzfahrtschiff.
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Saunabus in Tallinn / Estland
So macht eine Stadtrundfahrt Spaß: Mit dem einmaligen Saunabus durch Estlands Hauptsitz düsen. Das Konzept ist einfach: Traditionelles nordisches Saunavergnügen mit modernem Komfort verbinden. Wer genug vom Schwitzen hat, lässt sich einfach an seinem Wunschort wieder absetzen.
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S/S Silla auf dem Larsmo See / Schweden
Schwedens erstes schwimmendes Hotel „Salt&Sill“ bietet Gästen ein tolles Extra: das Saunaboot S/S Silla. Abgekoppelt vom Hauptgebäude geht es in rasanter Fahrt über den See. Vor lauter Schwitzvergnügen sollten die Gäste aber nicht vergessen, hin und wieder einen Blick auf die wunderschöne südschwedische Landschaft zu werfen.
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Rauchsauna in Saariselkä / Finnland
Rußgeschwärzte Wände und der herbe Geruch von Rauch erinnern mehr an eine Räucherkammer als an entspanntes Saunavergnügen. Die Finnen jedoch schwören auf ihre rustikale Rauchsauna, die traditionell mit offenem Holzfeuer angeheizt wird. Nach dem Saunieren lockt ein Sprung ins Eisloch, zur Stärkung gibt es kühles Bier und leckere Würstchen.
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Saunaboot Mantabo auf dem Scharmützelsee / Brandenburg
Anker lichten und rein ins Saunavergnügen. Auf dem idyllischen Scharmützelsee lädt die schwimmende Freizeitinsel Mantabo zu Saunaspaß in großer Gruppe ein. Bis zu 15 Personen finden auf der Event-Insel Platz, neben einer verspiegelten Sauna gibt es an Bord eine bequeme Lounge, ein Tauchbecken, eine Grillstation und eine Bar.
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Sauna-Gondel in Ylläs / Finnland
Die erste Sauna-Gondel der Welt: Ausgestattet mit einem elektrischen Saunaofen, gleitet dieses ungewöhnliche Gefährt in rund 20 Metern Höhe dem Gipfel entgegen. Eine Runde dauert 15 Minuten, jeweils vier Personen können das exotische Saunieren in der Gondel genießen und haben dabei einen tollen Ausblick auf die Fjäll-Landschaft Lapplands.
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Aber auch Deutschland hat Außergewöhnliches zu bieten, zum Beispiel das „Arena Badeschiff“ in Berlin. Im Sommer kann man hier am Ufer der Spree baden, im Winter verwandelt sich das Badeschiff in eine Sauna- und Wellness-Oase mit Pool und fantastischem Panoramablick. Der perfekte Ort für einen entspannten Tag fernab der Großstadthektik.
Noch mehr außergewöhnliche Schwitzbäder stellen wir in der Bildergalerie vor. (jm)
Zehn Tipps für den Sauna-Besuch
Bildergalerie ( 10 Bilder )
Zehn Tipps für den Sauna-Besuch
2. Mild starten
Um diese positiven Effekte zu erreichen, muss man allerdings richtig saunieren. „Man darf nicht zu lange in einer Sauna bleiben und muss sich zwischen den Saunagängen genug Erholung gönnen“, sagt Marco Riedel von der KissSalis Therme in Bad Kissingen. Daher sollte man am besten mit einer eher milderen Sauna starten - zum Beispiel einem Saunarium mit 50 bis 60 Grad.
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3. Nicht zu lange schwitzen
„Acht bis zehn Minuten pro Saunagang sind gut“, sagt Saunameister Marco Riedel. Dabei sollte man erst liegen und sich die letzten ein bis zwei Minuten hinsetzen, um den Kreislauf wieder zu aktivieren.
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4. Bewegung, kalt duschen und ausruhen
„Danach tut Bewegung gut, am besten an der frischen Luft“, sagt Riedel. Anschließend könne man sich langsam kalt abduschen – aber nicht zu plötzlich. „Gut ist, den Duschstrahl vom rechten Fuß, Bein und Arm langsam zur linken Körperhälfte und bis zum Herzen hin zu führen.“ Danach sollte man 20 bis 30 Minuten ruhen.
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5. Zwei Runden anschließen
An die erste Runde können bis zu zwei weitere Saunagänge inklusive Bewegung, Duschen und Ruhen angeschlossen werden. „Man kann als Zweites zum Beispiel in eine finnische Sauna mit 80 bis 90 Grad gehen und zum Schluss einen Saunagang mit Aufguss machen“, sagt der Fachmann. Wem das zu heiß sei, der könne natürlich auch in andere Saunen oder ein Dampfbad gehen.
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6. Genug Zeit einplanen
„Für drei Saunagänge sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden - schneller durchzuhetzen tut nicht gut“, betont Saunaexperte Riedel. Wichtig ist auch: „Wer sich in einer Sauna unwohl fühlt, sollte früher rausgehen. Und wem es beim Aufguss in der obersten Reihe zu heiß ist, sollte sich weiter heruntersetzen.“ Regelmäßige Saunarunden ein bis zweimal pro Woche erhöhen die wohltuende Wirkung.
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7. Vorsicht bei Kreislaufproblemen
„Wer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat, sollte ein paar Regeln beachten“, rät Lutz Hertel, Chef des Deutschen Wellness Verbandes. Dazu gehört, nicht mit vollem Magen in die Sauna zu gehen, zusätzliche Kreislaufbelastungen wie das finnische Quästen - das Abklopfen mit Birkenbüscheln - und Aufgüsse zu meiden. „Für Saunagänger mit niedrigem Blutdruck sind die anschließenden Kaltwasseranwendungen besonders wichtig.“
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8. Nicht mit Fieber in die Sauna
Nicht in die Sauna gehen sollten Menschen, die an Fieber oder erhöhter Temperatur leiden. Sonst kann die körpereigene Temperaturregelung aus dem Gleichgewicht kommen. Eine ankommende Erkältung auszuschwitzen, bevor sie wirklich ausbricht, funktioniert nur in Ausnahmefällen. Häufiger bricht die Krankheit beschleunigt aus.
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9. Vorsicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Wer unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte vor dem Saunieren einen Internisten zurate ziehen. Der kann den Kreislauf beurteilen und sagen, ob man Saunabaden darf oder nicht.
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10. Viel trinken
Wer schwitzt, sollte genug trinken. Das ist beim Saunieren besonders wichtig. „Der Flüssigkeitsverlust sollte in jedem Fall zwischen den Saunagängen ausgeglichen werden“, erklärt Lutz Hertel vom Deutschen Wellness Verband. Am besten sind Wasser oder Saftschorlen. Die Schorlen sollte man mit Mineralwasser mischen, das Salze enthält, denn auch diese schwitzt der Körper aus. Alkohol sollte man nicht trinken, er belastet den Kreislauf unnötig.
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1. Immunsystem aktivieren
Viele Menschen setzen auch auf die Stärkung der Abwehrkräfte. „Durch den Prozess des Saunierens - also den Wechsel von kalt und warm - wird das Immunsystem aktiviert“, erklärt Internist Wolfgang Wesiack. Das stärke die Abwehrkräfte und könne vor Erkältungen und anderen Infekten schützen. „Außerdem wird durch den Wechsel von kalt zu warm auch der Kreislauf stabilisiert.“
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