In Zeiten von Internet und Smartphones fällt es immer schwerer, im Urlaub tatsächlich abzuschalten. Rund die Hälfte der Deutschen ist auch am Strand oder in den Bergen erreichbar. Das kann ernsthaft krank machen. Wie Sie sich im Urlaub nicht stressen, lesen Sie hier.
Wer im Urlaub arbeitet, schaltet nicht ab. Das geht auf Kosten der Gesundheit. Foto: dpa
Die Kollegen wünschen einen „Schönen Urlaub!“ Und man antwortet: „Danke. Und wenn was ist, ich hab mein Handy ja dabei.“ Immer mehr Deutschen fällt es schwer, die Arbeit im Urlaub auch wirklich ruhen zu lassen. Und mit dem Smartphone ist man mittlerweile nicht nur telefonisch erreichbar, auch seine E-Mails nimmt man mit und somit einen großen Teil des Büros.
Dass sich Vorgesetzte oder Kollegen mit dienstlichen Fragen oder Bitten im Urlaub melden, ist für 41 Prozent der Berufstätigen in Deutschland längst üblich. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov für die Nachrichtenagentur dpa durchgeführt hat.
Eine Studie, die die Gesellschaft für Konsumforschung für das Reiseportal Lastminute.de erstellt hat, kommt zu ähnlichen Ergebnissen. Von 24 Prozent der Angestellten erwarten die Arbeitgeber Erreichbarkeit auch im Urlaub, so die Umfrage. Und mit 55 Prozent werden mehr als die Hälfte der Befragten im Urlaub oder in der Freizeit wegen des Jobs kontaktiert. Umso erstaunlicher ist, dass das nur 31 Prozent der Betroffenen stört oder ärgert.
11 Tipps, wie der Urlaub wirklich erholsam wird
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11 Tipps, wie der Urlaub wirklich erholsam wird
2. Erstmal runterkommen
Bauen Sie wenn möglich ein bis zwei Tage ein, die Sie zu Hause verbringen können. Das hilft, den Büroalltag hinter sich zu lassen. Steigen Sie noch am letzten Arbeitstag abends in den Flieger, nehmen Sie die Jobsorgen mit.
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3. Notfall-Nummer angeben
Versuchen Sie, das Mobiltelefon so wenig wie möglich zu nutzen. Ulrike Roth vom TÜV Rheinland empfiehlt, das Handy abzuschalten und für Notfälle die Telefonnummer des Hotels bei der Familie und in der Firma zu hinterlassen. „Die Hürde in einem ausländischen Hotel anzurufen ist so hoch, dass nur der anruft, der ein wirklich wichtiges Anliegen hat“, so die Erfahrung der Arbeitsmedizinerin.
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4. Ein bisschen bewegen
Generell empfiehlt die Medizinerin Ulrike Roth eine gemäßigte sportliche Betätigung wie Wandern oder Radfahren: „Nur am Strand in der Sonne liegen, ist genauso wenig zu empfehlen wie Freizeitstress von morgens bis abends.“
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5. Nicht nichts tun
Die Ferien halten alles aus, nur keine Langeweile, weiß der Freizeitforscher Horst W. Opaschowski: „Der Einzelne holt sich im Urlaub das zurück, was im Alltag zu kurz gekommen ist“, sagte der Wissenschaftler. Was das ist, hängt von der jeweiligen Lebenssituation ab.
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6. Für Abwechslung sorgen
Wer einen eher eintönigen Job hat, braucht wenigstens im Urlaub etwas Abwechslung. Je nach Kondition kann das eine Fahrradtour sein oder ein Kletterurlaub. Oder man kombiniert Stadt- mit Strandurlaub.
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7. Erfolg macht glücklich
Gab es im Berufsalltag schon lange keine Erfolgserlebnisse mehr, kann man für diese im Urlaub sorgen. Zum Beispiel indem man dort etwas Neues lernt. Etwa Golf spielen.
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8. Bedürfnisse besprechen
Wer mit Familie oder Partner in den Urlaub fährt, sollte Interessen und Bedürfnisse vorab besprochen haben. Jeder braucht mal Zeit für sich, vor allem, wenn der Berufsalltag vorher anstrengend war. Hat man das vor der Reise besprochen, verläuft der Urlaub harmonischer.
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9. Nicht zu kurz verreisen
Ein längerer Urlaub hat mehr Erholungswert als Kurzurlaube. „Zwei Wochen am Stück sollten es daher schon sein“, rät Arbeitsmedizinerin Roth.
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10. Urlaub verlängern
Ein bis zwei Tage im Büro und schon ist das Urlaubsgefühl verflogen. Damit das nicht passiert, kann man zum Beispiel am letzten Urlaubstag eine To-Do-Liste mit schönen Terminen und Ausflügen schreiben, die man bis zum nächsten Urlaub „abarbeitet“.
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11. Joballtag ändern
Nach einem Urlaub ist auch ein guter Zeitpunkt, um schlechte Angewohnheiten im Job zu ändern. Versuchen Sie zum Beispiel nur alle zwei bis drei Stunden ins E-Mail-Postfach zu gucken und für eine Umgebung zu sorgen, in der Sie konzentriert arbeiten können. „Wenn ständig E-Mails auf dem Bildschirm aufblinken, das Telefon klingelt und jemand an die Türe klopft, steigt die Fehlerquote“, weiß Arbeitsmedizinerin Ulrike Roth
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1. Abwesenheit planen
Schon während der letzten Arbeitstage sollten Sie Ihre Abwesenheit planen. Das heißt, eine Übergabe für Ihre Kollegen schreiben und bevor Sie gehen unbedingt den Abwesenheitsassistenten in Ihrem E-Mail-Programm aktivieren.
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Reise
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„Wir sind so sehr darauf konditioniert, immer und überall erreichbar und verfügbar zu sein, dass uns regelrecht was fehlt, wenn mal die langersehnte und wohlverdiente Ruhe einkehrt“, sagt der Psychologe und Autor Volker Kitz.
Dabei tun sich Arbeitnehmer keinen Gefallen, wenn sie ständig für den Chef und die Kollegen erreichbar bleiben, sagt Ulrike Roth, Arbeitsmedizinerin beim TÜV Rheinland. Das Diensthandy in der Freizeit anzulassen, sei häufig falsch verstandenes Pflichtbewusstsein. Wer nicht gerade eine Führungsposition innehabe, sollte es im Urlaub auslassen.
Wer in einer leitenden Stellung arbeite, oder gar eine eigene Firma führt, dem bleibt manchmal gar nichts anderes übrig, als das Handy anzulassen, etwa um wichtige Kunden zu halten. Aber selbst in dieser Position sollte man es nicht übertreiben. „Es kommt irgendwann zu einer psychischen Erschöpfung, von der man sich nicht so einfach erholt. Der Endpunkt einer solchen Situation kann ein Burnout sein“, warnt die Medizinerin Ulrike Roth.
Doch wie schafft man es, das Mobiltelefon im Urlaub weitestgehend auszulassen und sich so zu erholen, dass die Akkus wieder aufgeladen sind? Die wichtigsten Tipps für einen stressfreien Urlaub lesen Sie in unserer Fotostrecke.