Nach vier Monaten und rund 15.000 Kilometern ist das Plastikboot „Plastiki“ des britischen Umweltschützers David de Rothschild wohlbehalten im Hafen von Sydney gelandet. Am 20. März waren er und seine fünfköpfige Crew in San Francisco in See gestochen. Mit der Überquerung des Pazifischen Ozeans wollten sie für den bewussteren Umgang mit Plastikmüll werben. Hunderte Schaulustige begrüßten die Pazifik-Überquerer in der australischen Hafenstadt.
Mehr als 12.500 Plastikflaschen
Die „Plastiki“ ist komplett aus mehr als 12.500 recycleten Plastikflaschen gebaut. Zusammengefügt wurden sie mit einem umweltfreundlichen Kleber aus Zucker und Cashew-Nüssen. In Anlehnung an das Floß Kon-Tiki, mit dem der Norweger Thor Heyerdahl 1947 den Pazifik überquerte, erhielt der Katamaran den Namen „Plastiki“.
Eng und spartanisch ging es für die Besatzung auf dem 18 Meter langen Katamaran zu: Sie teilten sich auf der Reise eine nur 27 Quadratmeter große Kajüte und duschten mit Salzwasser. Trinkwasser gab es an Bord nicht, die Crew mussste ihren Urin aufbereiten, um sich zu versorgen. Strom gewannen die Expeditionsteilnehmer aus Solarzellen, Windturbinen und mit Fahrrädern betriebenen Generatoren.
Blogs live von Bord
David de Rothschild stammt aus der berühmten gleichnamigen Bankiersfamilie. Seit jeher setzt er sich stark für den Umweltschutz ein. Während der Reise berichtete er via Internetblogs und dem Kurznachrichtendienst Twitter über die Ereignisse an Bord.
Die Bilder von der Ankuft des ungewöhnlichen Boots zeigen wir oben in unserer Bildergalerie.
Weitere Informationen unter www.theplastiki.com
(cp/fr)
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