Die „wandernden Felsen“ im Death-Valley-Nationalpark. Foto: Trialsanderrors/Wikimedia
Ewig blitzende Himmel, heimlich wandernde Felsen, haushohe Kristalle: In der Natur gibt es Phänomene, für die haben selbst Wissenschaftler keine Erklärung. Wir zeigen Orte, wo Mutter Natur zeigt, was sie drauf hat.
Es gibt Naturphänomene, die existieren seit Millionen von Jahren und trotzdem haben Wissenschaftler oftmals keine Erklärung für ihr Zustandekommen.
Im Death-Valley-Nationalpark gibt es zum Beispiel ein sehr seltsames Naturphänomen: Bis zu 350 Kilogramm schwere Felsbrocken wandern über einen ausgetrockneten und fast völlig flachen See. Sehen kann man die Wanderung nicht, aber die Steine hinterlassen Spuren, die den Bewegungsvorgang deutlich dokumentiert.
Die seltsamsten Naturphänomene der Welt
Bildergalerie ( 19 Bilder )
Die seltsamsten Naturphänomene der Welt
Wandernde Felsen, Death Valley, USA (2/2)
Manche Spuren sind nur wenige Zentimeter lang, andere etwa 1000 Meter, die Richtungen variieren von schnurgerade über zackig bis völlig verwunden. Eine Erklärung haben Geologen für das Phänomen bis heute nicht gefunden.
Foto: Lgcharlort/Wikimedia
Das „Auge Afrikas“, Sahara, Mauretanien (1/2)
Ebenfalls ungeklärt ist die Herkunft des Guelb er Richat, ein kraterähnliches geologisches Gebilde in der Sahara-Wüste mit einem Durchmesser von 45 Kilometern.
Foto: Atamari/Wikimedia
Das „Auge Afrikas“, Sahara, Mauretanien (2/2)
Theorien über die Herkunft reichen von Meteoritenkrater bis zu „verhinderter“ – also nicht zum Ausbruch gekommener – Vulkan. Sie konnten aber alle nicht belegt werden. Weil die Struktur auch aus dem Weltall zu sehen ist, nutzen Astronauten sie bei Shuttle-Missionen zur Orientierung.
Foto: NASA/Wikimedia
„The Wave“, Vermilion Cliffs National Monument, USA (1/2)
Die bizarre Formation aus versteinerten Sanddünen befindet sich in einem Naturschutzgebiet im US-Bundesstaat Arizona und gehört zu den spektakulärsten Motiven für Fotografen.
Foto: Alaskan Dude/Flickr
„The Wave“, Vermilion Cliffs National Monument, USA (2/2)
Besichtigen kann man die empfindliche Felsen nur in kleinen Gruppen, am Tag sind maximal 20 Personen gleichzeitig zugelassen, die Eintrittskarten werden unter den Bewerbern verlost.
Foto: Alaskan Dude/Flickr
„Die Höhle der Kristalle“, Chihuahua, Mexiko (1/2)
In der Nähe der Stadt Naica in Mexiko gibt es eine gleichnamige Berggrube, in der seit Anfang des 19. Jahrhunderts Erz abgebaut wird. In der Mine wurden verschiedene Höhlen mit außergewöhnlich großen Kristallen aus Selenit gefunden.
Foto: Teravolt/Wikimedia
„Die Höhle der Kristalle“, Chihuahua, Mexiko (2/2)
Die größten Kristalle wurden erst im April 2000 entdeckt, sie sind 14 Meter lang, haben einen Durchmesser von zwei Metern und sind vermutlich 200.000 bis 400.000 Jahre alt. Unter welchen Bedingungen Kristalle in dieser Größe entstehen, untersuchen Forscher derzeit.
Foto: Rob Lavinsky/Wikimedia
Zhangjiajie Nationalpark, Hunan-Provinz, China (1/2)
Wenn Ihnen der Anblick dieser Landschaft bekannt vorkommt, dann könnte das daran liegen, dass James Cameron sich von ihr für seinen Film „Avatar“ inspirieren ließ. Die Sandsteinsäulen im Zhangjiajie-Nationalpark sind über 1000 Meter hoch und teilweise bewachsen.
Foto: cncs/Wikimedia
Zhangjiajie Nationalpark, Hunan-Provinz, China (2/2)
Die surrealen Felsformationen sind vor tausenden von Jahren durch Eis und starke Bodenerosionen entstanden. Einer der Felsen wurde nach Camerons Film übrigens umbenannt: Der ehemalige „Southern Sky Column“ heißt jetzt offiziell „Avatar Hallelujah Mountain“.
Foto: john0philip/Flickr
Salto Angel, Nationalpark Canaima, Venezuela (1/2)
Sie dachten, die Niagarafälle wären das Nonplusultra in Sachen Wasserfall? Vergessen Sie’s! Während der US-amerikanische Fluß Niagara gerade einmal 58 Meter tief fällt, hat der Salto Angel mit 979 Metern Fallhöhe doch so einiges mehr zu bieten.
Foto: Inti/Wikimedia
Salto Angel, Nationalpark Canaima, Venezuela (2/2)
Der Salto Angel ist der höchste freifallende Wasserfall der Welt. Das Wasser fällt so tief, dass es – unten angekommen – größtenteils nur noch aus einem feinen Nebel besteht. Das ermöglicht Besuchern auch ein Bad unter dem Wasserfall.
Foto: Jlazosvkis/Wikimedia
Salar de Uyuni, Bolivien (1/2)
Im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von 3653 Metern liegt der größte Salzsee der Welt, der Salar de Uyuni. Von seinen circa 10 Milliarden Tonnen Salzvorkommen werden jedes Jahr etwa 25.000 Tonnen abgebaut.
Foto: Luca Galuzzi/Wikimedia
Salar de Uyuni, Bolivien (2/2)
Neben Unmengen von Salz enthält der Salzsee auch eines der weltweit größten Lithiumvorkommen, das man bei der Produktion von elektronischen und elektrischen Geräten benötigt. Während im See so gut wie keine Lebewesen existieren, dient er während der Regenzeit als Brutplatz für Flamingos.
Foto: Anouchka Unel/Wikimedia
„Giant’s Causeway“, Nordirland (1/2)
An der nördlichen Küste des nordirischen Countys Antrim befindet sich der sogenannte „Damm des Riesen“, etwa 40.000 gleichmäßig geformte Basaltsäulen, die vor circa 60 Millionen Jahren entstanden sein müssen.
Foto: code poet/Flickr
„Giant’s Causeway“, Nordirland (2/2)
Die meisten Säulen haben einen sechseckigen Querschnitt, die größten unter ihnen erreichen eine Höhe von bis zu zwölf Metern. Entstanden sind die Formationen während des Abkühlungsprozesses heißer Lava. Seinen Namen verdankt er einer irischen Legende: Nach dieser wurde der Damm vom Riesen Fion Mac Cumhail gebaut, der darüber nach Schottland gelangen wollte, um einen Widersacher zu bekämpfen.
Foto: _gee_/Flickr
Steinwald, Kunming, China (1/2)
Etwa 120 Kilometer südöstlich von Kunming befindet sich der Shilin (auf Deutsch etwa: Steinwald), eine circa 270 Millionen Jahre alte Karstlandschaft. Seinen Namen erhielt der Shilin aufgrund der bis zu 30 Meter hohen Felsformationen, die im Lauf der Zeit aus dem Stein herausgespült wurden.
Foto: Chenyun/Wikimedia
Steinwald, Kunming, China (2/2)
Seit 2007 gehört der Steinwald zu den Weltnaturerben der UNESCO, ein Teil des Waldes wurde für Touristen hergerichtet und kann gegen Eintrittsgebühr besichtigt werden.
Foto: Sebastian Böll/Wikimedia
Das Blitzen von Catatumbo, Venezuela
Ein sehr seltsames Naturphänomen spielt sich an der Mündung des Flusses Catatumbo in den Maracaibo-See in Venezuela ab. Für etwa zehn Stunden pro Nacht und an circa 140 bis 160 Tagen im Jahr blitzt es hier unaufhörlich: stündlich bis zu 280 Mal. Niemand weiß, warum oder seit wann dieses Phänomen existiert. Große Sorge herrschte für mehrere Monate zwischen Januar und April 2010, als das Blitzen plötzlich ausblieb.
Foto: Thechemicalengineer/Wikimedia
Wandernde Felsen, Death Valley, USA (1/2)
Im Death-Valley-Nationalpark gibt es ein sehr seltsames Naturphänomen: Bis zu 350 Kilogramm schwere Felsbrocken wandern über einen ausgetrockneten und fast völlig flachen See. Sehen kann man die Wanderung nicht, aber die Steine hinterlassen Spuren, die den Bewegungsvorgang deutlich dokumentieren.
Foto:
Jon Sullivan/Wikimedia
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Manche Spuren sind nur wenige Zentimeter lang, andere etwa 1000 Meter, die Richtungen variieren von schnurgerade über zackig bis völlig verwunden. Eine Erklärung haben Geologen für das Phänomen bis heute nicht gefunden.
Ähnlich verhält es sich mit dem „Blitzen von Catatumbo“: An der Mündung des Flusses Catatumbo in den Maracaibo-See in Venezuela spielt sich an circa 140 bis 160 Tagen im Jahr ein mächtiges Spektakel am Himmel ab. Für etwa zehn Stunden pro Nacht blitzt es unaufhörlich: stündlich bis zu 280 Mal. Niemand weiß, warum oder seit wann dieses Phänomen existiert. Große Sorge herrschte für mehrere Monate zwischen Januar und April 2010, als das Blitzen plötzlich ausblieb.
Noch mehr seltsame, aber spektakuläre Naturphänomene zeigen wir oben in der Bildergalerie.
Das sind die Weltrekorde der Erde
Bildergalerie ( 17 Bilder )
Das sind die Weltrekorde der Erde
Das größte Land:
Russland mit 17,1 Mio. Quadratkilometern
Platz 2: Kanada mit 9.984.670 Quadratkilometern
Platz 3: USA mit 9.826.630 Quadratkilometern
Zum Vergleich: Ganz Europa ist 10,2 Mio. Quadratkilometer groß.
Foto: Google
Das kleinste Land:
Vatikanstadt mit 0,44 Quadratkilometern
Platz 2: Monaco mit 1,95 Quadratkilometern
Platz 3: Nauru mit 21 Quadratkilometern
Zum Vergleich: Köln ist mit etwa 400 Quadratkilometern etwa 1000 Mal so groß.
Foto: dpa
Die größte Insel:
Grönland mit 2,17 Mio. Quadratkilometern
Platz 2: Neuguinea mit 785.753 Quadratkilometern
Platz 3: Borneo mit 748.168 Quadratkilometern
Zum Vergleich: Grönland ist damit etwa sechs Mal so groß wie Deutschland.
Foto: dpa
Der höchste Berg:
Mount Everest/Himalaya mit 8848 Metern Höhe
Platz 2: K2/Karakorum mit 8611 Metern Höhe
Platz 3: Kangchendzönga/Himalaya mit 8586 Metern Höhe
Zum Vergleich: Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze ist „nur“ 2962 Meter hoch.
Foto: dpa
Der längste Fluss:
Nil mit 6671 Kilometern Länge
Platz 2: Amazonas mit 6438 Kilometern Länge
Platz 3: Jangtsekiang mit 6380 Kilometern Länge
Zum Vergleich: Der Rhein ist nur 1233 Kilometer lang.
Foto: dpa
Der tiefste See:
Baikalsee/Russland mit 1637 Metern
Platz 2: Tanganjikasee/Ostafrika mit 1470 Metern
Platz 3: Wostoksee/Antarktis mit 1000 Metern
Zum Vergleich: Der Bodensee ist nur 254 Meter tief.
Foto: dpa
Die größte Wüste (ohne Antarktis):
Sahara mit 9,1 Mio. Quadratkilometern
Platz 2: Australische Wüste mit 1,56 Mio. Quadratkilometern
Platz 3: Arabische Wüste mit 1,3 Mio. Quadratkilometern
Zum Vergleich: Die Sahara ist damit fast so groß wie ganz Europa.
Foto: dpa
Der höchste Wasserfall:
Angel-Fall/Venezuela mit 978 Metern Höhe
Platz 2: Tugela Fall/Südafrika mit 948 Metern Höhe
Platz 3: Gocta/Peru mit 771 Metern Höhe
Zum Vergleich: Der Burj Khalifa in Dubai ist mit 828 das höchste Gebäude der Welt.
Foto: Inti/Flickr
Das größte Korallenriff:
Great Barrier Reef mit 2300 Kilometer Länge
Platz 2: Neukaledonisches Barriereriff mit 1500 Kilometer Länge
Platz 3: Belize Barrier Reef mit 256 Kilometer Länge
Zum Vergleich: Deutschland misst von Norden nach Süden etwa 900 Kilometer.
Foto: dpa
Der tiefstgelegene Punkt der Erde:
Ufer des Toten Meeres mit 420 Metern unter dem Meer
Platz 2: Ufer des See Genezareth mit 212 Metern unter dem Meer
Platz 3: Ufer des Assalsees mit 173 Metern unter dem Meer
Zum Vergleich: Der Eiffelturm ist 324 Meter hoch.
Foto: dpa
Der größte Ozean:
Pazifischer Ozean mit 166,24 Mio. Quadratkilometern
Platz 2: Atlantischer Ozean mit 84,11 Mio. Quadratkilometern
Platz 3: Indischer Ozean mit 73,43 Mio. Quadratkilometern
Zum Vergleich: Der Pazifik nimmt die Hälfte der Meeresfläche ein, beziehungsweise mehr als die Fläche aller Kontinente zusammen.
Foto: dpa
Der tiefste Tiefseegraben:
Mariannengraben/Pazifik mit 11.034 Metern
Platz 2: Tongagraben/Pazifik mit 10.882 Metern
Platz 3: Japangraben/Pazifik mit 10.554 Metern
Zum Vergleich: Der höchste Berg der Erde ist der Mount Everest mit 8848 Metern Höhe.
Foto: dpa
Der höchste Baum:
Ein Küstenmammutbaum im Redwood-Nationalpark/USA mit 115,5 Metern Höhe.
Der dickste Baum: Eine Mexikanische Sumpfzypresse mit 14,05 Metern Durchmesser
Die ältesten Bäume: Langlebige Kiefern/USA mit über 4800 Jahren Alter
Zum Vergleich: Der Mammutbaum ist genauso hoch wie die Kathedrale von Florenz.
Foto: picture-alliance / dpa
Der heißeste Ort:
El Azizija/Libyen mit 57,8 Grad Celsius
Platz 2: Death Valley/USA mit 56,7 Grad Celsius
Platz 3: Phoenix/USA mit 55,5 Grad Celsius
Zum Vergleich: Die höchste Temperatur in Deutschland betrug 40,2 Grad Celsius.
Foto: dpa
Der kälteste Ort:
Wostok/Antarktis mit minus 89,2 Grad Celsius
Platz 2: Hochland von Oimjakon/Russland mit minus 72 Grad Celsius
Platz 3: Werchojansk/Russland mit minus 67,8 Grad Celsius
Zum Vergleich: Die niedrigste Temperatur in Deutschland betrug 45,8 Grad Celsius.
Foto: dpa
Der feuchteste Ort:
Kauai/ Hawaii mit 11.684 Millimetern Jahresniederschlag
Platz 2: Cherrapunji/Indien mit 11.430 Millimetern Jahresniederschlag
Platz 3: Andagoya/Kolumbien mit 7.137 Millimetern Jahresniederschlag
Zum Vergleich: In Deutschland beträgt der durchschnittliche Jahresniederschlag 2.450 Millimeter.
Foto: dpa
Der größte Kontinent:
Asien mit 44,7 Mio. Quadratkilometern
Platz 2: Amerika mit 38,3 Mio. Quadratkilometern
Platz 3: Afrika mit 29,3 Mio. Quadratkilometern
Zum Vergleich: Asien umfasst etwa ein Drittel der Landmasse der Erde.
Foto:
dpa
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