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02. März 2016

Sicherheit, Hygiene: Diese Fakten erfahren Fluggäste meistens nie

Für mehrere Stunden mit Fremden auf engem Raum zusammen: eine Flugzeugkabine.  Foto: dpa

Es gibt Dinge, die möchte man lieber nicht wissen. Das gilt auch dafür, was sich in Flugzeugen abspielt. Viele Airlines lassen ihre Passagiere deshalb über beunruhigende Tatsachen lieber im Dunkeln. Eine ehemalige Mitarbeiterin verrät sie dennoch.

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Worüber die Öffentlichkeit in punkto Fliegen bewusst im Dunkeln gelassen wird: Das hat die ehemalige Airline-Mitarbeiterin Allison Hope nun dem US-amerikanischen Lifestyle-Portal Refinery 29 verraten. Hier lesen Sie sechs Fakten, die den meisten Passagieren nicht unbedingt gefallen dürften.

1. Mit jedem Flugzeug stimmt irgendetwas nicht

Wie Autos, die alle paar Jahre vorm Tüv-Check auf Vordermann gebracht werden, handhaben Fluggesellschaften ihre Maschinen. Sollte irgendetwas nicht hundertprozentig in Ordnung sein, kann es passieren, dass das Problem erst beim nächsten Wartungstermin behoben wird.  „Ob und wann eine Reparatur stattfindet, hängt davon ab, wie groß das Problem ist und wie stark es die Sicherheit gefährdet“, sagt die Insiderin. Ganz banal werde aber auch danach entschieden, wann die Maschine das nächste Mal an einem Flughafen landet, der in punkto Ersatzteile und Experten die Kapazität hat, das Problem zu lösen.

2. Airlines sind abergläubig

Die Mehrheit von Airline-Mitarbeitern, insbesondere Piloten, sind die vernünftigsten und pragmatischsten Menschen, die man sich nur vorstellen kann. Aber viele sind auch unglaublich abergläubig. Deshalb werden Flugnummern, die mit einem negativen Vorfall in Zusammenhang gebracht werden, nie wieder vergeben. Dazu gehören zum Beispiel der American-Airlines-Flug 77, der durch einen Terroranschlag am 11. September 2001 abstürzte, der Malaysian-Airlines-Flug 370, der im März 2014 spurlos verschwand oder der Pan-Am-Flug 103, der durch einen Anschlag 1988 über der schottischen Stadt Lockerbie abstürzte.

3. Kein Sitzplatz ist sicherer als jeder andere

Oft wird darüber diskutiert, welcher Sitzplatz im Flugzeug besonders sicher ist, sollte es im ungünstigsten Fall zu einem Flugzeugabsturz kommen. Analysen haben ergeben, dass Passagiere im Durchschnitt einen Absturz eher überleben, wenn sie im hinteren Teil einer Maschine sitzen. „Jeder Experte sagt Ihnen da etwas ganz anderes“, führt Allison Hope an. „Wenn ein Flugzeug aus 9000 Metern Höhe kopfüber in den Atlantik stürzt, dann haben Sie – sorry – ganz einfach Pech gehabt. Es komme darauf an, mit welchem Teil ein Flugzeug zuerst auf dem Boden aufschlage. Zwar seien Flugzeugabstürze extrem selten, aber die Chance zu überleben, hänge immer vom einzelnen Unfall ab, weniger vom Sitzplatz.

4. In Flugzeugen finden ständig merkwürdige Dinge statt

„Schieben Sie es auf den Höhenunterschied, aber die Leute tendieren dazu, verrückte Dinge zu tun, wenn sie fliegen“, sagt Allison Hope. „Sie haben Sex (oft mit sich selbst), sie trinken um sechs Uhr morgens billigen Chardonnay und kotzen alles voll (Sitze sind übrigens die am häufigsten ausgewechselten Teile eines Flugzeugs).“ Was die ehemalige Airline-Mitarbeiterin dann verrät, möchten viele lieber nicht wissen: „Dass Menschen während eines Flugs ins Gras beißen, kommt öfter vor als Sie glauben (besonders bei älteren Leuten mit Herzproblemen). Wenn jemand an Bord eines Flugzeugs stirbt, fliegt die Maschine meistens die nächstmögliche Stadt an. Aber manchmal sterben die Leute so lautlos, dass es die anderen Passagiere erst mitkriegen, wenn die Verstorbenen nach der Landung nicht mehr von ihren Sitzen aufstehen.“

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5. Überlegen Sie lieber zweimal, ob Sie den Klapptisch benutzen

Der Klapptisch an der Rückseite des Vordersitzes wird von den meisten Passagieren heruntergeklappt: Um darauf Essen und Getränke abzustellen oder den Laptop zu platzieren. Doch Vorsicht, wenn Sie davon ausgehen, der Tisch sei sauber. Viele Mütter benutzen den Klapptisch als privaten Wickeltisch und leider wird er viel seltener gereinigt als Ihnen lieb sein könnte. „Bringen Sie beim nächsten Flug anti-bakterielle Feuchttücher mit und wischen Sie den Klapptisch ab, bevor Sie ihn berühren“, rät die Insiderin.

6. Konsumieren Sie an Bord keinen Kaffee oder Tee

Die Wassertanks, die angezapft werden, um heiße Getränke zu brauen, sind sehr schwer zu reinigen. Aus dem Grund ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich darin Bakterien sammeln, hoch. „Vermeiden Sie alles, was Leitungswasser benötigt und trinken Sie nur Wasser aus Flaschen“, warnt Allison Hope. „Essen Sie am besten auch nichts, was nicht eingeschweißt ist.“

(kkl)

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