In ihrem neuen Buch „Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt“ haben die Autoren Antje Blinda und Stephan Orth Urlauber und Experten aus der Reisebranche nach kuriosen Erlebnissen befragt, die die schönste Zeit des Jahres im Handumdrehen in ein Fiasko verwandelt haben. Herausgekommen ist eine Sammlung unglaublich schräger Urlaubspannen wie die des Ehepaares Huber, die ein Reisebüro-Mitarbeiter ihnen erzählt hat.
Seine Stammkunden, das Ehepaar Huber – beide leidenschaftliche FKK-Anhänger, waren über viele Jahre in die gleiche Hotelanlage gefahren. Beim letzten Urlaub kamen sie allerdings erst sehr spät an, das Abendessen hatte schon begonnen. Die beiden wollten sich noch kurz auf dem Zimmer frisch machen und dann rasch in den Speisesaal. „Meine Frau und ich betreten also als Letzte das Restaurant, alle Augen sind auf uns gerichtet – und alle sind angezogen!“.
Anekdoten von Touristik-Profis (1/4)
Der Brite Oliver Beale hat den vielleicht lustigsten Beschwerdebrief aller Zeiten an den Chef der Fluglinie Virgin Atlantic, Richard Branson, geschrieben. Es geht um das schlechte Essen an Bord: „Stell dir vor du sitzt am Weihnachtsmorgen vor dem letzten noch nicht geöffneten Geschenk. Du weißt, was es ist: die Stereoanlage, die du aus dem Katalog ausgesucht hast. Doch dann öffnest du das Päckchen, und sie ist nicht darin. Darin liegt dein Hamster, Richard. In der Schachtel ist dein Hamster, und er atmet nicht.“ Die originelle Beschwerde zeigte Wirkung: Virgin-Chef Branson entschuldigte sich persönlich und lud den enttäuschten Kunden als Catering-Tester ein.
Foto: dpaDer Reisebüro-Mitarbeiter brauchte einen Moment, um zu realisieren, dass die Hubers sich komplett entkleidet hatten, um zum Essen zu gehen. So war das in der Voll-FKK-Anlage die Jahre zuvor auch üblich gewesen. Doch nach einer Renovierung hatte die Hotelleitung die Regeln geändert, Bekleidung war nun während der Mahlzeiten erwünscht. Den Hinweis in der Infomappe hatten diese Kunden nicht gelesen, da sie ja schnell zum Essen wollten.
Warum ein Mann Schadenersatz für eine Reise verlangte, die er gar nicht gemacht hatte, welche Tricks indische Hotelbesitzer gerne anwenden und warum ein Urlaub in Äquatornähe die Beziehung einer Erdkundelehrerin gefährdete – lesen Sie zehn weitere schräge Urlaubspannen oben in unserer Bildergalerie.
Antje Blinda und Stephan Orth: „Sorry, Ihr Hotel ist abgebrannt“, Ullstein, 224 S., 8,99 Euro
(jm/fr)
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