Die "Bewegung Morgenlicht" hat sich zu dem Brandanschlag auf das Bürohaus an der Stiftstraße bekannt, in dem die Zeitarbeitsfirma Randstad untergebracht ist. Bei dem Feuer war in der Nacht zum Sonntag ein Schaden von etwa 15000 Euro entstanden. Die Täter hatten durch einen Briefkastenschlitz Brandbeschleuniger ins Gebäude geschüttet, wie die Polizei ermittelte.
In einem Bekennerschreiben an die FR erklärt die "Bewegung Morgenlicht", sie lehne Zeitarbeitsunternehmen prinzipiell ab: "Das Prinzip, 15 bis 20 Euro für einen Mitarbeiter zu bekommen und diesem sechs bis acht Euro dafür auszuzahlen, ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen schlechthin."
Die "Bewegung Morgenlicht" war erstmals Anfang November vergangenen Jahres aufgetreten. Damals hatte die militante Organisation Brandsätze gegen zwei Banken in der Innenstadt und in Bockenheim geworfen und hohen Schaden verursacht. Anschließend waren bei mehreren Medien Bekennerschreiben eingegangen.
Vor einigen Tagen bekannte sich die Gruppe dazu, eine Bombenattrappe an die Wiesbadener Staatskanzlei geschickt zu haben. Hintergrund waren die Äußerungen des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) zu Hartz-IV-Empfängern. Sollte er Arbeitslose weiterhin diffamieren, werde eine echte Bombe im "Umfeld seiner Besitztümer" explodieren, drohte die Gruppe. (geo)

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