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ABB und Belegschaft: Keine Annäherung

Betriebsrat und Geschäftsführung von ABB trafen sich, um über die Verlagerungspläne des Unternehmens zu verhandeln. Unterstützt wurde der Betriebsrat von einem Warnstreik der rund 130 Mitarbeiter. Von Martin Brust

Die Verhandlungen bei ABB dauern an.
Die Verhandlungen bei ABB dauern an.
Foto: rtr

Eigentlich ist es gegen Ende des ersten Verhandlungstages noch zu früh für eine Einschätzung. Am gestrigen Montag trafen sich Betriebsrat und Geschäftsführung von ABB in Alzenau, um über die Verlagerungspläne des Unternehmens zu verhandeln. ABB hat angekündigt, die Produktion von Temperatur- und Durchflusstechnik nach Minden oder Göttingen zu verlagern. Davon wären rund 130 Arbeitsplätze betroffen. Das Management will etwa 100 Beschäftigten aus Alzenau am neuen Standort Jobs anbieten. Dagegen wehrt sich der Betriebsrat.

In der ersten Verhandlungsrunde kamen sich Arbeitgeber und Betriebsrat nicht näher. Betriebsratsvorsitzende Susanne Nagel sagte der FR, bisher habe der Arbeitgeber kein Entgegenkommen gezeigt. "Wir wollen die Verlagerung verhindern", so Nagel. Nötigenfalls müsse der Betriebsrat versuchen, so gute Konditionen wie möglich für die Betroffenen herauszuhandeln.

Unterstützt wurde der Betriebsrat am ersten Verhandlungstag von rund 130 Mitarbeitern, die mit einem Warnstreik ihren Unmut über die Verlagerung zeigten. Die ABB-Beschäftigten wurden vor den Werkstoren in Alzenau außerdem von Abordnungen anderer Firmen aus der Region verstärkt - darunter Mahle in Alzenau, Linde in Aschaffenburg und die ABB-Werke in Praunheim und Großauheim.

Autor:  Martin Brust
Datum:  22 | 6 | 2010
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