Der im Dezember nach Armenien abgeschobene Schüler Jamal aus Eschwege darf zurück nach Deutschland kommen. Das Innenministerium stimmte seiner Wiedereinreise zu. Auch ein Härtefallantrag für Jamals Mutter und Brüder war erfolgreich, sie dürfen in Eschwege bleiben.
Die Abschiebung des 16-Jährigen hatte im vergangenen Winter zu zahlreichen Protesten geführt. Als Klassenbester hatte Jamal erst wenige Wochen vor seiner Ausreise ein Stipendium der Hertie-Stiftung erhalten und war aus diesem Anlass von Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) als Beispiel gelungener Integration gewürdigt worden. Er sei „eine Bereicherung für die Gesellschaft“, sagte Henzler damals und dass Deutschland „solche engagierten und lernwilligen jungen Persönlichkeiten“ brauche. Oppositionspolitiker kritisierten seine Abschiebung im Landtag scharf.
Jamals Schulleiter Edgar Ingrisch von der Eschweger Anne-Frank-Schule bereitet nun die Einreise des Jungen vor, bereits in der kommenden Woche könnte er in Frankfurt landen. Am 16. August soll für ihn die Schule wieder beginnen. (msa)

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