Die Staatsanwaltschaft Gießen ermittelt gegen eine Firma, die Instantkaffee mit einem verbotenen Appetitzügler vertrieben haben soll. Der Kaffee der in Wettenberg bei Gießen ansässigen Firma soll den verbotenen Appetitzügler Sibutramin enthalten haben. „Hintergrund dieses Vertriebs war das Versprechen, dass dieser Kaffee bei der Gewichtsreduzierung sehr hilfreich sein würde“, sagte eine Sprecherin der Gießener Staatsanwaltschaft dem Radiosender hr-iNFO.
Verbraucher hätten sich nach der Einnahme gemeldet und über Nebenwirkungen geklagt. Ermittelt wird gegen wegen des Verstoßes gegen das Lebensmittel- und Futtermittel-Gesetz sowie wegen des Verdachts der groben oder fahrlässigen Körperverletzung.
Ende des vergangenen Jahres wurden die Räume des Unternehmens und Wohnungen von Verantwortlichen der Firma durchsucht. Dabei seien große Mengen des Instantkaffees sichergestellt worden, berichtet der Sender weiter.
Sibutramin ist ein Medikamentenwirkstoff, der früher als Appetitzügler eingesetzt wurde. Er kann zum Teil erhebliche Nebenwirkungen auslösen, die insbesondere Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen gefährlich werden können. In Deutschland ist der Wirkstoff mittlerweile verboten. (dpa/dapd)

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