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Rhein-Main und Hessen
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26. Januar 2016

Attentäter von Oslo und Utøya: Breivik nicht in Hessen kontrolliert

 Von 
Anders Behring Breivik wurde 2012 vom Osloer Bezirksgericht zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherheitsverwahrung verurteilt.  Foto: imago/ZUMA Press

Laut einem Fernsehbericht wird Anders Breivik, der spätere Attentäter von Oslo und Utøya, 2009 bei einer Autobahnkontrolle in Hessen mit Waffenteilen und Munition erwischt. Doch die deutschen Sicherheitsbehörden wissen nichts von einer solchen Kontrolle.

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Die deutschen Sicherheitsbehörden wissen nichts von einer Autobahnkontrolle, bei der der spätere norwegische Attentäter Anders Breivik im Jahr 2009 mit Waffenteilen und Munition in Hessen aufgefallen sein soll. „Eine Personenkontrolle des Breivik ist dem Bundeskriminalamt nicht bekannt“, sagte eine Sprecherin der Behörde der Frankfurter Rundschau am Montag. Auch den anderen Polizeidienststellen liege eine solche Meldung nicht vor.

Der Filmemacher Daniel Harrich hatte vor zwei Wochen mit der Behauptung Aufsehen erregt, der Rechtsextremist Breivik sei zwei Jahre vor den tödlichen Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya auf der Autobahn in der Nähe von Wetzlar kontrolliert worden. Harrich berief sich auf mehrere ungenannte Quellen in den Behörden, die gut informiert seien.

Darüber berichtete er in einer Dokumentation für den Sender Arte mit dem Titel „Waffen für den Terror“. Danach habe sich der Norweger auf dem Weg aus einem südosteuropäischen Land befunden. Die Polizei habe Breivik angehalten, Teile der Ladung beschlagnahmt und ihn dann weiterfahren lassen, sagte Harrich der Frankfurter Rundschau. Der Rechtsextremist tötete am 22. Juli 2011 insgesamt 77 Menschen. Er sitzt in Haft.

Harrichs Informanten hatten nicht gesagt, welche Sicherheitsbehörde Breivik kontrolliert haben soll. Die Frankfurter Rundschau überprüfte alle in Frage kommenden Bundes- und Landesbehörden. In keiner davon wurde ein entsprechender Vorgang bestätigt. Das hessische Landeskriminalamt teilte ebenso wie das Bundeskriminalamt, der Zoll und das Bundesamt für Güterverkehr mit, es seien keine derartigen Kontrollen registriert worden.

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