Eine 32 Jahre alte Nigerianerin muss sich seit Mittwoch vor dem Frankfurter Landgericht wegen gewerbsmäßiger Zuhälterei verantworten. Ihr wird vorgeworfen, vier junge Frauen nach Deutschland gelockt, sie mit Voodoo-Ritalen gefügig gemacht und zur Prostitution gezwungen und insgesamt mehr als 100000 Euro von ihnen kassiert zu haben.
Vor Gericht zeigte sich die Nigerianerin weitgehend geständig. In ihrer von vielen Weinanfällen begleiteten Aussage machte sie aber auch deutlich, dass sie sich nicht bloß als Täterin, sondern ebenso als Opfer eines kriminellen Systems sieht.
Sie selbst habe ihrem damaligen Schleuser versprechen müssen, weitere junge Mädchen zu besorgen - und diese, ebenso wie sie selbst, mit einem Voodoo-Zauber zu binden, der dafür sorge, dass sie sterben würden, wenn sie das geforderte Geld nicht ablieferten oder sich an die Polizei wendeten. Die 32-Jährige glaubt offenbar uneingeschränkt an die Kraft des Voodoo.
Der Prozess, für den drei Verhandlungstage angesetzt sind, wird fortgesetzt. (skb)

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