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26. April 2010

Beharrlicher Kritiker: Zum Tod von Eberhard Dähne

 Von Claus-Jürgen Göpfert
Eberhard Dähne ist tot. Foto: Privat

1962 wurde Dähne, der sich gegen die Wiederbewaffnung und die Stationierung von Atomwaffen in der Bundesrepublik ausgesprochen hatte, aus der SPD ausgeschlossen. Nun starb er an Krebs.

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Legendär wurde sein finaler Wortwechsel mit dem damaligen SPD-Chef Erich Ollenhauer. Eberhard Dähne, seinerzeit Sozialdemokrat und Bundesvorsitzender des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS), rief von einer Telefonzelle in Frankfurt aus Ollenhauer an. Er wollte unbedingt verhindern, dass die SPD sich von ihrem Studierendenverband trennte. Aber Ollenhauer sagte nur knapp: "Es ist genug gesprochen, für weitere Gespräche besteht kein Bedarf" und legte auf.

1962 wurde Dähne, der sich gegen die Wiederbewaffnung und die Stationierung von Atomwaffen in der Bundesrepublik ausgesprochen hatte, aus der SPD ausgeschlossen. Für den promovierten Soziologen begann eine bewegte politische Karriere. 1968 scheiterte sein Versuch, bei einer Konferenz in Offenbach eine bundesweite sozialistische Partei zu gründen. In Marburg führte er die DKP zu einem Anteil von mehr als zehn Prozent im Stadtparlament, dann wechselte er 1979 nach Frankfurt.

Zusammen mit dem früheren Sozialdemokraten Heiner Halberstadt bildete er 2001 als Parteiloser die erste PDS-Fraktion im Römer, gehörte dem Stadtparlament bis 2006 an. Der Autor eines 500 Seiten starken "Handbuchs für eine alternative kommunalpolitische Praxis" war ein beharrlicher, gut informierter Kritiker vor allem der städtischen Finanzpolitik. Der 71-jährige erlag nun einer Krebserkrankung.

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