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17. Januar 2013

Bilanz RMV 2012: Immer mehr fahren öffentlich

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Ende nächsten Jahres hat auch die letzte S-Bahn der alten Baureihe ausgedient.  Foto: Andreas Arnold

Immer mehr Reisende im Rhein-Main-Gebiet greifen auf öffentliche Verkehrsmittel zurück: Fürs vergangene Jahr verzeichnet der RMV 705 Millionen Kunden. Der Verkehrsverbund möchte in Zukunft den Fahrgastservice und das Bahnnetz ausbauen.

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Der Höhepunkt war im Mai erreicht. Elf Prozent der Verspätungen im S-Bahn-Netz wurden durch Kabelklau verursacht. Im Juni waren die Kupferdiebe auch noch tüchtig im Rhein-Main-Gebiet. Danach zogen sie weiter in andere Regionen der Republik, um sich an Oberleitungen oder Erdkabeln in Schächten zu bedienen.

Die Langfinger-Aktivitäten zählen zu den skurrilsten Ursachen dafür, dass der Fahrplan im vergangenen Jahr aus dem Takt geriet. Das geschah nicht allzu häufig, so Knut Ringat, Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV), am Donnerstag bei seinem Rückblick auf das alte und Ausblick in das neue Jahr. Lediglich vier Prozent der S-Bahnen hätten Verspätungen von fünf Minuten und mehr eingefahren. Nur 0,4 Prozent seien komplett ausgefallen.

Vor allem im Ballungsraum liegt das Reisen per Bus und Bahn im Trend, bilanzierte Ringat: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Fahrgäste um zwei Millionen und liegt nun bei 705 Millionen. Die Einnahmen stiegen von 731 auf 746 Millionen Euro – dazu trugen unter anderem auch die teureren Semestertickets bei und dass die Jobtickets weiter florieren.

Fahrgastinformation: Die Sauberkeit und den Zustand der Züge bewerteten die Kunden mit der Schulnote gut. Schlechter sieht es mit der Fahrgastinformation aus. Hier will der RMV mit seinen Partnern weiter an Verbesserungen arbeiten. 65 zusätzliche Stationen sollen mit dynamischen Anzeigetafeln ausgestattet werden. Wer wissen will, ob seine Verbindung Verspätung hat, kann ins stationäre oder mobile Internet schauen oder er abonniert eine Push-Mail, die ihn bei Fahrplan-Abweichungen informiert. Der RMV arbeitet daran, dass alle Busse und Bahnen erfasst sind.

Stationen: Die Hälfte der 384 Stationen im RMV-Gebiet ist barrierefrei. Bis 2019 ist die Modernisierung von rund 100 weiteren geplant. Für dieses Jahr steht die Inbetriebnahme von Groß-Gerau-Dornheim, Riedstadt-Wolfskehlen und Wetzlar an.

Infrastruktur: Im Zuge des demografischen Wandels wächst die Mobilität im Ballungsraum, während sie auf dem Land abnimmt. Das Problem: Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht und führen zu längeren Fahrten, gelegentlich auch Verspätungen. Die Erneuerung des S-Bahn-Fahrzeugparks Ende 2014 bringt nur leichte Entspannung. RMV-Geschäftsführer Klaus-Peter Güttler erwartet, dass dieses Jahr die Arbeiten zum vierspurigen Ausbau der Strecke von Frankfurt-West nach Bad Vilbel beginnen.

Auf der Tagesordnung bleiben außerdem die Nordmainische S-Bahn, die Regionaltangente West, Gateway Gardens und die Anbindung des Flughafen-Terminals 3, der nach Bedarf gebaut werden soll. Hier sieht Ringat Fraport mit in der finanziellen Verantwortung.

Tarifreform: Das System wird peu à peu umgestellt, um Ungerechtigkeiten zu beseitigen, ohne die öffentlichen Haushalte zu belasten. Begonnen wird in den Städten.

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