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12. Oktober 2011

Bildung: Deutschlandstipendien an hessischen Hochschulen

Stipendien, Graduiertenkollegs oder eine Stelle an der Uni: Es gibt viele Möglichkeiten, die Promotion zu finanzieren.  Foto: dpa/tmn

Als erstes Bundesland will Hessen leistungsstarke Studenten mit 300 Euro im Monat fördern. Allerdings übernimmt der Bund die Hälfte der Kosten. Die Mindestlaufzeit des Studiums beträgt ein Jahr.

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Frankfurt –  

Der Bedarf an Akademikern in Deutschland steigt allenthalben. Aus diesem Grund hat Bildungsministerin Annette Schavan (CDU) im Februar ein neues Stipendienprogramm gestartet. Mit dem sogenannten Deutschlandstipendium sollen besonders leistungsstarke Studenten mit 300 Euro im Monat gefördert werden - unabhängig vom Einkommen der Eltern. Die hessischen Hochschulen beteiligen sich im bevorstehenden Wintersemester erstmals an dem Förderprogramm. Die Zahl der Betroffenen ist dabei recht unterschiedlich, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dapd ergab.

Die höchste Anzahl von Plätzen für die monatliche Förderung steht Studierenden der Frankfurter Goethe-Universität zur Verfügung. 161 solcher Stipendien hat sie zu vergeben. 1.355 Bewerbungen seien für die Plätze eingegangen, teilte die Uni auf Anfrage mit. Es sei der Goethe-Universität zudem in der Rekordzeit von fünf Monaten gelungen, nicht nur die 161 Stipendien für das laufende Jahr einzuwerben, sondern bereits 100 für das kommende Jahr. „Die Goethe-Universität betreibt ein sehr intensives Fundraising, um schon im nächsten Jahr mehr Stipendien vergeben zu können“, sagte Astrid Irrgang vom Studien-Service-Center, „ein Ausbau des Programmes ist sowohl vom Bund als auch von der Universität Frankfurt gewünscht“.

Die Fördersumme beträgt 300 Euro im Monat. Mindestlaufzeit des Stipendiums ist ein Jahr. Die Hochschulen müssen 150 Euro bei der Wirtschaft oder privaten Förderern einwerben, die andere Hälfte übernimmt der Bund. Dabei darf eine Universität insgesamt 0,45 Prozent ihrer Studierenden mit einem Stipendium ausstatten.

Nicht nur für Studenten der Ingenieurwissenschaften

Die Technische Universität Darmstadt konnte Förderzusagen für 91 Plätze einholen und erreichte so die maximale Anzahl der zu vergebenden Stipendien. Für Sprecher Christian Siemens ist das ein Beweis für den guten Ruf der Hochschule. „Wir bieten Studiengänge an, die in der Wirtschaft sehr stark nachgefragt werden, wie beispielsweise Ingenieurwissenschaften.“
Das Einwerben der Stipendien sei Aufgabe der einzelnen Fachbereiche gewesen. „Die haben oft bessere Kontakte zur Wirtschaft.“ Gefördert werden sollen aber nicht nur Studenten der Ingenieurwissenschaften: „Auch Studenten geisteswissenschaftlicher Fächer konnten sich für ein Stipendium bewerben“, berichtet Siemens.

Im Vergleich zum Rhein-Main-Gebiet sieht es in Mittel- und Nordhessen eher mau aus. Lediglich 13 Stipendien vergibt die Universität Marburg, an der Justus-Liebig-Universität Gießen sind es 18, und an der Uni Kassel läuft das Bewerbungsverfahren für 30 Plätze. „Aufgrund der schlechten Wirtschaftsstruktur Nordhessens ist es uns nicht möglich, mehr Stipendien einzuwerben“, sagte Sprecher Guido Rijkhoek, „uns fehlen hier die großen Konzerne“. In den Ballungszentren habe man da ganz andere Möglichkeiten, meint er.

Wer gefördert wird, entscheiden die Universitäten selbst. Neben guten Leistungen in Schule und Universität sei auch gesellschaftliches Engagement wichtig, heißt es in den Förderungskriterien des Bildungsministeriums.

Die Frankfurter Uni will bereits bis Ende der Woche entscheiden, welche Studenten in den Genuss des Deutschlandstipendiums kommen. Die Zeitabläufe sind allerdings in den einzelnen Hochschulen unterschiedlich. So ist in Kassel derzeit noch das Bewerbungsverfahren der Studenten im Gange. (Maren Hennemuth, dapd)

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