Hessen belegt im neuen Bildungsmonitor des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) Platz 12. Es rangiert damit im unteren Mittelfeld. Ein Kritikpunkt ist das Zahlenverhältnis zwischen Schülern und Lehrern. Das Betreuungsverhältnis an Grundschulen mit durchschnittlich 22,4 Schülern pro Lehrer sei das schlechteste in ganz Deutschland, heißt es in dem Bericht. In Kindergärten und Krippen liegt das Betreuungsverhältnis dagegen auf dem vierten Platz.
Hessens Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) räumte ein, dass die Klassen kleiner werden müssten. Er werde mit Wissenschafts- und Sozialministerin Lautenschläger (CDU) die Ergebnisse auswerten "und mit Sicherheit auch wertvolle Anregungen erhalten".
Sachsen, Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern schneiden im Bildungsmonitor erneut am besten ab. Das Schlusslicht bildet wieder Mecklenburg-Vorpommern. Negativ wird auch der Anteil verspätet eingeschulter Kinder in Hessen bewertet. Mit 7,9 Prozent liegt er deutlich über den bundesweiten 4,8 Prozent.
Gut schneidet Hessen bei der Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund ab. Deren Studienberechtigtenquote liege mit 24,5 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (16,8 Prozent). Der Anteil ausländischer Schulabgänger ohne Abschluss ist in sechs Jahren um fünf Punkte auf 16,1 Prozent und unter den Bundesdurchschnitt (16,8 Prozent) gesunken.
Banzer nannte die von der INSM vorgelegte Studie wegen des Alters der Daten problematisch. Die Zahl der Lehrer sei längst gestiegen. IW und INSM hätten Hessen erst kürzlich wegen seiner hohen Reform- und Innovationsbereitschaft im Bildungssektor die Note zwei verliehen.

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