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Bundestagswahl 2009: 402.000 haben die Wahl

Das Frankfurter Wahlamt bereitet sich auf das Bundestagsvotum vor. Und hat schon mal im Voraus gezählt, wer alles an die Urne darf. Von Matthias Arning

Stimmabgabe
Stimmabgabe
Foto: ddp

Für 402.000 Wahlberechtigte bietet sich nach aktuellen Angaben des städtischen Wahlamts am Sonntag, 27. September, in Frankfurt die Möglichkeit, mit zwei Stimmen die Zusammensetzung des nächsten Bundestags mitzubestimmen. Mit der Erststimme weisen die Bürger den Direktkandidaten den Weg: Für die SPD ist das im Wahlkreis 182 Gregor Amann, für die CDU Matthias Zimmer, für die FDP Hans-Joachim Otto, für die Grünen Martina Feldmayer und für die Linken Margarete Wiemer.

Im Wahlkreis 183 treten für die SPD Ulrike Nissen, für die CDU Erika Steinbach, für die FDP Christoph Schnurr, für die Grünen Omid Nouripour und für die Linke Wolfgang Gehrcke-Reymann an. In dieser Reihenfolge finden sich die Kandidaten auch auf dem Wahlzettel. Diese orientiert sich an den Ergebnissen der Partei bei der jüngsten Bundestagswahl in Hessen.

Neben der Erststimme hat jeder Bürger eine Zweitstimme, mit der er über die Anzahl der Bewerber entscheidet, die über die Landesliste der jeweiligen Partei in das Berliner Parlament gewählt wird. Wenn in einem Bundesland von einer Partei mehr Direktkandidaten gewählt werden, als dieser Partei nach den Stimmen für die Landesliste an Mandaten zuzuteilen wäre, gibt es Überhangmandate.

47 Abgeordnete des Bundestags wurden bei der Bundestagswahl vor vier Jahren in Hessen gewählt. Damals gingen die Direktmandate an jeweils einen Bewerber großer Parteien: An den Sozialdemokraten Amann, der 3340 Voten Vorsprung erreichte, und an die Christdemokratin Erika Steinbach, die die Konkurrenz um 5476 Stimmen übertraf.

15 Prozent Briefwähler

Gut 15 Prozent der Wahlberechtigten beantragten bis zum vergangenen Donnerstag Briefwahlunterlagen. In absoluten Zahlen sind das 61200 Bürger. Noch bis zum kommenden Freitag lassen sich entsprechende Unterlagen anfordern. Bei der Abstimmung vor vier Jahren bestellten 67000 Wähler, 17,3 Prozent der damals Wahlberechtigten, ihren Wahlzettel per Post. Inzwischen schickten 37500 Briefwähler ihre Voten zurück. Ausdrücklich weist Kreiswahlleiterin Regina Fehler daraufhin, dass von Mittwoch an keine Anträge via Post mehr angefordert werden sollten.

In der Stadt richteten die Organisatoren der Wahl insgesamt 365 Wahllokale ein, die zu 86 Prozent barrierefrei zugänglich sind.

Am Wahlsonntag selbst lässt sich die Wahlbeteiligung in Frankfurt von 12 Uhr ab an und mit zweistündigen Aktualisierungen im Internet unter www.frankfurt.de abfragen. Mit dem vorläufigen Ergebnis der Abstimmung für die einzelnen Wahlkreise wie für die Stadt insgesamt rechnet Wahlleiterin Regina Fehler gegen 21 Uhr.

Informationen zur Wahl und weitere Auskünfte stehen Bürgern unter der Telefonnummer 21240400 zur Verfügung. Das Bürgeramt an der Zeil 3 ist montags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 7.30 bis 16 Uhr geöffnet. Am kommenden Freitag ist von 7.30 bis 18 Uhr offen.

Autor:  Matthias Arning
Datum:  19 | 9 | 2009
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