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Bundestagswahlkreis "Frankfurt I": Die Jungen kommen

Die Stadtteile im Westen der Stadt und alle nördlich des Mains bilden den Bundestagswahlkreis "Frankfurt I". Die Gruppe der 18- bis 34-jährigen Wähler hat im Wahlkreis 182 deutlich zugenommen. Von Claus-Jürgen Göpfert

Die Stadtteile im Westen der Stadt und alle nördlich des Mains bilden den Bundestagswahlkreis "Frankfurt I". Von Zeilsheim und Sindlingen bis Niederursel und Eschersheim, ins Westend und in die Innenstadt hinein reicht dieser Wahlkreis, der bundesweit als Nummer 182 geführt wird. Aber Vorsicht: 2005 trug der Wahlkreis noch die Nummer 183, Grund der Änderung ist eine Wahlkreisreform im Jahr 2008!.

Rund 317.000 Frankfurter aller Nationen haben im Wahlkreis 182 ihren Hauptwohnsitz, von diesen sind 210.066 wahlberechtigt. Seine Fläche ist mit 85 Quadratkilometern nur etwa etwa halb so groß wie der des zweiten Frankfurter Wahlkreises, der die Nummer 183 (früher 184) hat. Dafür aber ist er doppelt so dicht besiedelt.

Deutlich verstärkt hat sich in der Wahlbevölkerung des 182er die Anzahl der jüngeren Wähler. Zwar stehen den insgesamt 17279 Jungwählern (18 bis 24 Jahre) die weiterhin größte Gruppe der 60 plus (57271) gegenüber. Doch ist der Anteil der Jungen seit 2005 um 1526 gewachsen, die Gruppe der älteren aber um 1132 Wähler geschrumpft. Und auch die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen hat gegenüber der vergangenen Bundestagswahl deutlich zugelegt, wuchs um 3889 und bringt es jetzt auf insgesamt 33525 Wahlberechtigte.

Viele Single-Haushalte

Die Zahlen des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen zeigen auch, dass fast die Hälfte aller Wahlberechtigten im Frankfurter Westen "alteingesessen" sind. Das bedeutet nach den Maßstäben der Frankfurter Statistiker, dass sie seit mindestens zehn Jahren im gleichen Haus oder in der gleichen Wohnung leben. In mehr als der Hälfte aller Haushalte im Westen wohnt nur eine einzelne Person - das ist ein Anteil von 52,4 Prozent. Das liegt allerdings komplett im stadtweiten Trend (53 Prozent). Heraus ragt der 182er mit einem leicht erhöhten Ausländeranteil (27,9 Prozent) im Vergleich zum städtischen Mittel (25,2). Etwas höher als im städtischen Mittel (sechs Prozent) ist auch die spezifische Arbeitslosendichte mit einem Wert von 6,5. Bei der Bundestagswahl 2005 gewann der SPD-Kandidat Gregor Amann das Direktmandat mit 39,8 Prozent der Stimmen. Der heutige Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) musste sich mit 37,3 Prozent der Stimmen geschlagen geben.

Gregor Amann tritt erneut an. Konkurrent von der CDU ist dieses Mal Matthias Zimmer. Die Grünen schicken Martina Feldmayer ins Rennen, die FDP den Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Otto. Kandidatin der Linken ist Margarete Wiemer.

Autor:  Claus-Jürgen Göpfert
Datum:  14 | 9 | 2009
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