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Dalai Lama: Schöne Kulisse und die Kunst des Lebens

Die Vorbereitungen für den Besuch des tibetischen Oberhaupts in der Frankfurter WM-Arena in wenigen Wochen laufen auf Hochtouren. Von Martin Müller-Bialon

Der Dalai Lama in Paris im Juni 2009.
Der Dalai Lama in Paris im Juni 2009.
Foto: afp

Für viele ist er einfach ein Star, ein sympathischer Mensch, der weltweit für Gewaltlosigkeit und Frieden wirbt. Dass der Dalai Lama auch ein religiöser Führer ist, steht kaum im Vordergrund. So werben die Organisatoren des viertägigen Dalai-Lama-Besuchs Ende Juli, Anfang August ausdrücklich auch bei Nicht-Buddhisten für das Treffen in der WM-Arena im Stadtwald.

Der Vorverkauf ist inzwischen im Gang und läuft zufriedenstellend, wie Mike Kuhlmann konstatiert. "Wir haben schon mehr als 20.000 Tickets verkauft. Damit ist sicher, dass wir dem Dalai Lama eine schöne Kulisse bieten werden." Die Plätze für den Innenraum seien bereits fast alle vergriffen, berichtet der Geschäftsführer der eigens für den Besuch gegründeten Gesellschaft.

Die Fußball-Arena wird für den Besuch des Dalai Lama umgebaut und danach noch etwa 35.000 Zuschauern Platz bieten. Der Innenraum wird bestuhlt, weitere Plätze stehen im Unterrang zur Verfügung. Der Auftritt in Frankfurt bildet den Höhepunkt der Europareise des tibetischen Führers, nur hier bleibt er vier Tage.

Der Dalai Lama wird diverse Unterweisungen über inneren Frieden geben, mit Wirtschaftsexperten und Hirnforschern reden und die "Segensermächtigung" erteilen. Dieses Ritual am Freitag, 31. Juli (9.30 Uhr) gilt als zentraler Moment des Besuchs. Die Zeremonie wird im Tibetischen "Jenang" genannt, was "Kraft besitzend machen" bedeutet. Ausdrücklich verweisen die Veranstalter darauf, dass dieser Segen für alle Menschen offen ist. Das Motto des Besuchs lautet: Die Kunst des Lebens.

Geistliches Thema Wirtschaftskrise

Dabei wird sich der Dalai Lama auch zu aktuellen Themen äußern. Am Samstag, 1. August, spricht er über die Wirtschaftskrise, den Klimawandel und die Verantwortung jedes einzelnen. Seine Gesprächspartner in einer Talkrunde sind unter anderem der Hirnforscher Gerald Hüther und der Gründer der Drogeriekette dm, Götz Werner. Ein weiterer Höhepunkt ist der "Abend für den Frieden", eine Jam-Session mit internationalen Künstlern, deren Namen noch geheim gehalten werden. Auch der tibetische Meister Sogyal Rinpoche, Autor des "Tibetischen Buches vom Leben und vom Sterben" wird (Freitag, 19.30Uhr) einen Vortrag halten.

"Einmal im Leben sollte jeder den Dalai Lama gesehen haben", meint Geschäftsführer Kuhlmann, der im Hauptberuf als Maler arbeitet. Der Dalai Lama werde "einen besonderen Spirit" in die Stadt bringen. Ihm sei wichtig, betont Kuhlmann, dass für Interessierte auch Karten "zu Kinopreisen" angeboten würden. Deshalb habe man zwei Sonderangebote in den Kartenverkauf aufgenommen. Karten für den Abschlussvortrag des Dalai Lama am Sonntag, 2.August, gibt es bereits für 20 Euro die Tageskarte für den Sonntag kostet ansonsten 49 Euro. Schüler zahlen für eine Tageskarte nur zehn Euro.

Tickets für den Dalai Lama-Besuch gibt es tageweise oder als Dauerkarte unter der Telefonnummer 01805-027000.

Autor:  Martin Müller-Bialon
Datum:  6 | 7 | 2009
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