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Das Jahr im Ortsbeirat 7: Die Herausforderung heißt Heinrich-Lübke-Siedlung

Neue Schulturnhallen und der Umbau des Fischsteinkreisels sind als Großprojekte auf dem Weg

Den Anspruch auf Vollständigkeit erhebt Christian Wernet erst gar nicht. Schließlich ist die Vielzahl der Themen, mit denen sich der Ortsbeirat 7 über ein Jahr hinweg befasst, schlicht unüberschaubar. Zu heterogen ist der Ortsbezirk, über den der Ortsvorsteher wacht. So erinnert sich Wernet im Jahresrückblick vor allem an die "richtig großen Projekte". Und da, findet Wernet "ist an vorderster Stelle die Heinrich-Lübke-Siedlung zu nennen".

Die ABG Frankfurt Holding möchte die Siedlung in den nächsten Jahren zu einer Vorzeigesiedlung in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sanieren. Ein Vorhaben, das der Ortsbeirat sehr begrüßt, schon alleine weil "uns die Heinrich-Lübke-Siedlung in den Jahren zuvor immer wieder beschäftigt hat." Die Anwohner hatten in der Vergangenheit oft ihre Probleme vorgetragen. "Zu unübersichtlich" sei der Ort. Die Siedlung ist "sozial kaum durchmischt". Viele ältere Menschen lebten dort und "seit etwas mehr als einem Jahr gibt es keine Nahversorgung mehr".

Der Bezirk

Zum Ortsbeirat 7 gehören der Industriehof, Rödelheim, Praunheim, Hausen und Westhausen.

Christian Wernet sitzt seit zwölf Jahren für die CDU im Ortsbeirat 7, seit 2001 bekleidet der 39-Jährige - mit Unterbrechung - das Amt des Ortsvorstehers. Er ist Bankkaufmann und Politologe. (Geboren ist Wernet in Saarlouis. kim)

"Da ist es wirklich gut, dass nun etwas passieren wird", auch wenn Wernet bisher noch kein Anwohner über den Weg gelaufen ist, der dem Vorhaben mit "Jubelschreien" begegnet wäre. "Das ist aber normal. Bei wirklich großen Vorhaben sind die Leute erst einmal skeptisch und vorsichtig."

Der Ortsvorsteher hingegen ist neugierig und guter Dinge. Die Aufgabe des Ortsbeirats sieht er für das neue Jahr darin, über die Beteiligung der Anwohner an der Sanierung zu wachen. Schließlich gebe es genügen strittige Aspekte, wie zum Beispiel eine Nachverdichtung.

Einen weiteren Erfolg, den der Ortsbeirat aus dem vergangenen Jahr außerdem vorzuweisen hat, ist die Sanierung, beziehungsweiseder Neubau der so sehnlich erwarteten Schulturnhallen. Das Geld für Liebig-, Michael-Ende- und Ebelfeldschule kamen zwar letztlich aus dem Konjunkturprogramm. "Aber der Ortsbeirat hat im Vorfeld mit Anträgen immer wieder auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht."

Und so habe die Planung der Turnhalle an der Ebelfeldschule eben rechtzeitig Projektreife erreicht, um von den Bundesmitteln zu profitieren. Gleiches gelte auch für den Umbau des Fischsteinkreisels, der nun ebenfalls mit Mitteln aus dem Konjunkturprogramm bestritten werden wird. Darüber hinaus durfte sich der Ortsbezirk 2009 über Zuwachs freuen. Am Industriehof sind neue Mietwohnungen entstanden, gleichzeitig hat sich am selben Ort die Initiative Brentanoviertel gegründet. Diese Initiative Gewerbetreibender möchte an der Außendarstellung des Viertels wirken. Ein Vorhaben, das der Ortsbeirat grundsätzlich begrüßt, auch wenn Wernet findet, dass die Initiative mit ihrem Namensvorschlag etwas voreilig gewesen ist. "Den Industriehof in Brentanoviertel umzubenennen", dieses Ansinnen werde der Ortsbeirat nicht mittragen.

"Alles was Brentano betrifft, gehört nach Rödelheim." Der Industriehof liege nicht innerhalb dieser Gemarkung und außerdem müsse man "die Anwohner mitnehmen, wenn man ihr Viertel umbenennen möchte". Grundsätzlich natürlich habe der Gedanke einer Umbenennung durchaus was für sich. Allein der Name sei eben nicht richtig.

Die nächste Sitzung ist am Dienstag, 12. Januar, 19.30 Uhr, Max-Planck-Institut, Hausener Weg 120.

Autor:  Kim Behrend
Datum:  9 | 1 | 2010
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