Die Parolen der Demonstranten waren eindeutig: "Nieder mit den Taliban - in Kabul und Teheran" skandierten sie. Und: "Deutsche Waffen, deutsches Geld morden mit in aller Welt." Mindestens 40 junge Leute, vorwiegend aus der Szene der autonomen Antifa, blockierten am Mittwochmorgen die Zufahrt zum iranischen Konsulat, um gegen das Regime in Teheran zu demonstrieren. Die Bereitschaftspolizei schritt ein, es gab Rangeleien und Festnahmen.
In erstaunlicher Übereinstimmung berichten Polizei und Antifa von den Protesten vor dem Gebäude an der Raimundstraße, die gegen 7 Uhr begannen und nicht angemeldet waren. Laut Polizei nahmen daran 40 Demonstranten teil, darunter auch Mitglieder von Antifa-Gruppen aus Köln.
Die Organisatoren der Proteste sprechen von 70 Menschen vor dem Konsulat. Mit Bügelschlössern verriegelten sie das Eingangstor. Als ein Konsulatsmitarbeiter mit seinem Auto eintraf und auf seinen Parkplatz wollte, gab es erste Schubsereien.
Die Polizei forderte die Demonstranten auf, die Blockade aufzugeben und ihren Protest auf die gegenüber liegende Straßenseite zu verlegen. Weil die Antifa nicht reagierte, räumte die Polizei die Zufahrt. Wieder gab es Rangeleien. Die Beamten brachten 32 Demonstranten ins Polizeipräsidium, um ihre Personalien festzustellen. "Wir werden wieder kommen", versprach eine Antifa-Sprecherin. Es sei "ein Skandal, dass trotz dem Gerede von Menschenrechten Deutschland immer noch Geschäftsbeziehungen mit dem iranischen Regime pflegt".

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