Einige meinen ja, die Dalai Lama-Euphorie werde langsam penetrant. Und es sei nervig, dass der berühmteste Exil-Tibeter wie ein Popstar vermarktet werde. Diese Leute sollten mal ins Internet gehen und sich die Videos vom Dalai Lama anschauen. Vor allem das eine, wo er die ganze Zeit nur lacht. Penetrant ist das nicht, sondern ansteckend. So soll es auch sein, wenn das Oberhaupt der Tibeter in knapp drei Wochen nach Frankfurt kommt ansteckend. Einmal im Leben sollte man den Dalai Lama treffen, mit diesem Slogan werben die Veranstalter für das viertägige Festival in der WM-Arena.
Von Donnerstag, 30. Juli, bis Sonntag, 2. August, wird die 14. Inkarnation des Dalai Lama in Frankfurt sein und jeden Tag in der WM-Arena Vorträge halten, Segen erteilen und Gespräche mit Wirtschaftsexperten und Hirnforschern führen. Für buddhistisch interessierte oder praktizierende Menschen ist das natürlich ein Muss-Termin, eingeladen sind aber ausdrücklich auch Nicht-Buddhisten. Ein Vortrag am Freitagnachmittag trägt den Titel: Klarheit und Kraft für den Alltag.
Video-Clips vom Dalai Lama gibt es hier.
Karten für den Besuch vom 30. Juli bis 2. August 2009 können telefonisch unter 01805-027 000 oder online unter www.dalailama-frankfurt.de bestellt werden.
Der Besuch ist quasi ein gesellschaftliches Ereignis, wenn auch mitten in den Ferien etwas ungünstig gelegen. Man kann kommen, um sich Kraftimpulse geben zu lassen, oder auch nur aus purer Neugier. So gibt es inzwischen auch ein Art Schnupperangebot für den Dalai Lama. Den Abschlussvortrag am Sonntag etwa kann man gesondert für 20 Euro buchen. Außerdem sind jetzt auch Schüler-Tageskarten zu haben für zehn Euro.
25.000 Karten sind inzwischen verkauft worden. Das Stadion wird für den Besuch aufwendig umgebaut, es entsteht eine große Bühne und Sitzgelegenheiten im Innenraum. Etwa 25.000 Plätze werden schließlich in der Arena zur Verfügung stehen.
Drei buddhistische Organisationen die Pagode Phat Hue, das Tibethaus und die buddhistische Union haben gemeinsam eine gemeinnützige GmbH gegründet, die den Besuch organisieren. Die Veranstalter kalkulieren mit Kosten von mehr als einer Million Euro. Wobei sie auf Spenden weitgehend verzichten müssen. Vor allem Firmen scheuen sich, weil sie Nachteile bei Geschäften mit China fürchten.

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