Im Tarifkonflikt beim Computerdienstleister EDS sind die Beschäftigten in Rüsselsheim am Montag erneut in Warnstreik getreten. Wie ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi mitteilte, waren alle Arbeitnehmer aufgerufen, ihre Arbeit niederzulegen.
Am "Tag des Kunden" fand in Rüsselsheim ein Demonstrationszug zu den Opel-Werkstoren statt. Rund 600 Streikende haben dort einen Brief an die Geschäftsleitung überreicht, in dem sie um Unterstützung für ihren Arbeitskampf bitten. Die EDSler wurden von etwa 100 Opelanern vor den Werkstoren empfangen.
Opel-Betriebsratschef Klaus Franz nannte den Kampf der EDS-Beschäftigten für einen Betriebsrat "berechtigt". Das sagte Irmgard Seefried von der IG Metall der FR. Am heutigen Dienstag wollen die Streikenden dem amerikanischen Konsulat in Frankfurt einen Brief an Barack Obama übergeben, in dem dieser um Unterstützung gebeten wird.
Verdi und die IG Metall haben zum Streik aufgerufen, weil der neue EDS-Eigentümer Hewlett-Packard mehrere Hundert Stellen in Deutschland abbauen will. Die Streikenden fordern Beschäftigungssicherung, aber auch Tarifverträge über Entgelte und Arbeitszeit. (pdi/ust)

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