Weil er seine Frau erstochen hat, muss ein 56-Jähriger acht Jahre hinter Gitter. Das Landgericht Marburg verurteilte den Mann wegen Totschlags, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilte. Die Richter zeigten sich überzeugt davon, dass er seine Noch-Ehefrau im April 2010 mit mehr als 20 Stichen in Kopf, Hals und Oberkörper umgebracht hat. Kurz nach der Tat in einem Marburger Wohnhaus hatte sich der Informatiker der Polizei gestellt. Auch zu Beginn seines Prozesses im Januar räumte der 56-Jährige die Bluttat ein.
Die Richter gingen davon aus, dass der Angeklagte im Affekt auf die 39-Jährige und Mutter von zwei gemeinsamen Kindern eingestochen hatte - noch unter dem Eindruck eines Streits am Vortag. Dabei soll es um den neuen Freund der Frau gegangen sein. Das Paar lebte schon länger getrennt, die Scheidung lief. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte die Trennung nicht gewollt, sich damit aber zunächst abgefunden. Die Situation sei für ihn jedoch „immer bedrängender“ geworden.
Am Tattag habe dann der „berühmte Tropfen“ das Fass zum Überlaufen gebracht: Der 56-Jährige habe ein Messer gegriffen und die 39-Jährige attackiert, die ihn aus der Wohnung schmeißen wollte.
Die Nebenklage hatte in ihrem Schlussvortrag auf Mord plädiert. Die Richter sahen dafür aber keine Anhaltspunkte und gingen wie Staatsanwaltschaft und Verteidigung von Totschlag aus. (dpa)

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Facebook | Twitter überregional | Google+
Sehen Sie auch die Ergebnisse nach Stadtteilen als Grafik-Fotostrecke. Außerdem zeigen wir die Top- und Flop-Ergebnisse von Peter Feldmann und Boris Rhein nach Stadtteilen und noch detaillierter nach Wahlbezirken. Alles Weitere im Wahl-Spezial.
Frankfurt Flughafen - Rhein-Main leidet und profitiert von dem Verkehrsknoten gleichermaßen: kurze Wege, aber viel Lärm für die Anwohner. Der Ausbau ist seit Jahrzehnten umstritten. Das Spezial.