Irgendwann kommt Peter Fischer in seiner Rede im Jahr 2000 an. Damals galt Eintracht Frankfurt als größte Geldverbrennungsmaschine der Bundesliga, der US-Investor Octagon hatte sich entsetzt zurückgezogen. Das System Eintracht stand vor dem Kollaps, die Zukunft war ungewisser denn je. Doch Fischer, Präsident des Vereins, erzählte weiter, dass er auf dem heruntergekommenen Clubgelände am Riederwald einen Neubau plane. Manch einer habe ihn für verrückt, für größenwahnsinnig gehalten.
Keine zehn Jahre später steht Peter Fischer in einem Rohbau, der in spätestens zwölf Monaten fertiggestellt sein soll. Der "neue Riederwald", wie sich der Präsident und die übrigen Redner beim Richtfest am Freitagvormittag ausdrücken, wird wieder ein echtes Vereinszentrum, in dem fast alle Abteilungen der Eintracht trainieren können. Dafür entsteht in dem Gebäude etwa eine große Turnhalle, in der die Sportler Basketball, Volleyball oder Hockey spielen können. Zudem gibt es eine Vereinskneipe, für die sich schon mehrere potenzielle Pächter beworben haben.
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Vor allem aber geht es beim Richtfest um das Leistungszentrum für junge Fußballer, das in dem Neubau entstehen soll. Besonders talentierte Spieler werden dort betreut, manche von ihnen können in Zimmern am Riederwald wohnen.
Die Einrichtung dieses Zentrums sei ein "ganz, ganz großer Schritt für die Eintracht", sagt Fischer. Im "ordinären Wettbewerb der Bundesliga" mit immer höheren Ablösesummen könne sein Verein nur begrenzt mithalten. "Deshalb müssen wir der Jugend unbedingt eine Chance geben, das können wir hier."
Unterdessen spricht Boris Rhein (CDU), Staatssekretär im hessischen Innenministerium, von einem "Meilenstein für den Sport in Frankfurt". Er lobt, dass der Neubau in "Rekordgeschwindigkeit" entstanden sei. Erst vor gut einem Jahr wurde das marode Gebäude am Riederwald abgerissen. Sportdezernent Markus Frank (CDU) sieht den 14 Millionen Euro teuren Bau (Stadt und Land geben knapp drei Millionen Euro dazu) als "Zukunftsicherung der Eintracht". Für ihn ist klar: "Wir werden noch in vielen Jahren in der Arena sitzen und erstklassigen Fußball sehen."

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