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14. Dezember 2012

Eintracht Frankfurt: Heimspiel im Landtag

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Mal nicht im Stadion, sondern im Landtag: Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen. (Archivbild) Foto: dapd

Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen besucht seinen Fanclub im Landtag. Er kommt nicht nach Wiesbaden, um sich beklatschen zu lassen. Es ärgert ihn, dass in der Diskussion über Randale im Fußball der Eindruck erweckt wird, Stadien seien für Familien nicht sicher.

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Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen besucht seinen Fanclub im Landtag. Er kommt nicht nach Wiesbaden, um sich beklatschen zu lassen. Es ärgert ihn, dass in der Diskussion über Randale im Fußball der Eindruck erweckt wird, Stadien seien für Familien nicht sicher.

Drinnen im Landtag war das Willy-Brandt-Porträt im SPD-Saal abgehängt und durch ein schwarz-rotes Banner mit dem Adler ersetzt worden, dem Wappentier von Eintracht Frankfurt. Dafür braucht es einen besonderen Anlass, und den gab es. Die Eintracht-Fans im Landtag hatten den Boss von Hessens einzigem Fußball-Erstligisten zu Gast, Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen.

Da traf es sich ganz gut, dass Fanclub-Mitglied und Justizminister Jörg-Uwe Hahn (FDP) nicht viel Zeit hatte, weil er zu einer justizpolitischen Debatte in den Plenarsaal eilen musste. Denn Bruchhagen und Hahn werden wohl keine guten Freunde mehr.

Das steht seit 2007 fest, als der Politiker öffentlich forderte, der Fußballverein möge seinen damaligen Trainer Friedhelm Funkel rauswerfen – was die Eintracht-Führung empörte. In diesem Jahr lieferte Hahn noch einen Anlass, als er mit drei Begleitern ins Stadion fuhr und das Spiel besuchte, obwohl dort nur zwei kostenlose Tickets bereitlagen. Bruchhagen aber will an diesem Punkt nicht nachkarten, den die Frankfurter Rundschau jüngst bekannt gemacht hatte. Er hatte kurz nach dem Vorfall vom April einen Brief geschrieben, und damit sei es gut.

Fans in allen Fraktionen vertreten

Den Eintracht-Chef trieb ein ganz anderes Anliegen um. Ihn ärgert es, wenn Politiker in der aktuellen Diskussion über Randale im Stadion den Eindruck erwecken, man könne nicht mehr sicher mit der Familie ins Stadion gehen. Das sei fern jeder Realität, sagte Bruchhagen und erntete allgemeines Kopfnicken.

Bruchhagen hatte ein Heimspiel, nicht nur, weil die Eintracht derzeit so erfolgreich kickt. Mehr als ein Viertel der Landtags-Abgeordneten gehören dem Fanclub an, alle Fraktionen sind vertreten, dazu Parlamentsmitarbeiter und Medienleute. Insgesamt kommen etwa 60 Fußballfans zusammen. Aktivposten sind Landtagspräsident Norbert Kartmann (CDU) und die SPD-Innenpolitikerin Nancy Faeser (SPD).

Sie forderten von Bruchhagen nicht, wie manch anderer Fanclub, ein dauerhaftes Vordringen in die Bundesligaspitze. Das gefiel dem Fußball-Boss. Denn sonst stellt er oft fest: „Die Erwartungen in Frankfurt sind unerfüllbar.“

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