Rhein-Main und Hessen
Hessische Landespolitik und Berichte aus dem Rhein-Main-Gebiet.

04. April 2013

Facebook Kinderpornografie: Nacktbilder von Kindern auf Facebook

Nicht alle Einträge bei Facebook sind so harmlos wie diese (Symbolbild). Foto: dpa

Unbekannte laden auf Facebook Bilder von nackten Mädchen aus Mainz und Wiesbaden hoch und enthüllen deren Identität. Das hessische Landeskriminalamt ermittelt nun wegen Kinderpornografie, Beleidigung und Verleumdung.

Drucken per Mail

Unbekannte laden auf Facebook Bilder von nackten Mädchen aus Mainz und Wiesbaden hoch und enthüllen deren Identität. Das hessische Landeskriminalamt ermittelt nun wegen Kinderpornografie, Beleidigung und Verleumdung.

Unbekannte sollen Nacktfotos und Sexbilder von minderjährigen Frauen aus Mainz und Wiesbaden ohne deren Zustimmung ins Internet-Netzwerk Facebook gestellt haben. Das hessische Landeskriminalamt hat deswegen Ermittlungen eingeleitet. Ein Sprecher bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Rhein-Zeitung“ (Mainz/Koblenz). Die Fotos könnten den Straftatbestand der Kinderpornografie, Beleidigung oder Verleumdung erfüllen.

„Es werden Nackt- und Sexfotos von etwa 14- bis 17-jährigen Mädchen hochgeladen“, sagte die jugendpolitische Sprecherin der Linken-Stadtverordnetenfraktion in Wiesbaden, Manuela Schon. Die Bilder würden auf einer entsprechenden Facebook-Seite gesammelt. Die Mädchen auf den Fotos würden Facebook-Profilen zugeordnet, seien also zu identifizieren. Nach etwa einer halben Stunde würden die Fotos meist wieder gelöscht. Schon habe am Osterwochenende die Facebook-Seite entdeckt und das LKA informiert, sagte sie. Sie habe auch Facebook informiert. Die Seite sei am Donnerstag verschwunden gewesen, berichtete die „Rhein Zeitung“ - allerdings sei unklar, ob sie vom Betreiber selbst oder von Facebook entfernt wurde.

Facebook: Nutzer sollen Alarm schlagen

Das Soziale Netzwerk verwies auf seine Nutzungbedingungen und erklärte, „dass alle Inhalte, die gegen die Richtlinien verstoßen, umgehend gelöscht werden. Solche Inhalte werden aus einer Kombination von technischen Vorkehrungen, den Nutzern selbst und einem Team ausfindig gemacht.“ Das Teilen pornografischer Inhalte von Minderjährigen sei verboten. Nutzer sollten die Melde-Funktion auf Facebook-Seiten verwenden, um bei anstößigen Inhalten Alarm zu schlagen. Der entsprechende Knopf befindet neben dem „Gefällt mir“-Button. Klicken Nutzer darauf, erscheinen mehrere Optionen, aus denen sie „Melden“ auswählen können.

Dem Zeitungsbericht zufolge gibt es auch Facebook-Seiten für andere Städte, bei denen Nutzer aufgefordert werden, verunglimpfende und anzügliche Fotos von Frauen zu schicken. (dpa)

Zur Homepage

Jetzt kommentieren

Anzeige
Ressort

Von Hanau über Offenbach bis Wiesbaden, von Friedberg über den Taunus bis nach Darmstadt: Die Frankfurter Rundschau berichtet mit ihren Redaktionen vor Ort aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Top Stellenangebote
Twitter
Umfrage

Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Dabei setzen wir auf Sie, liebe Leserinnen und Leser - und Ihre Beteiligung an einer wissenschaftliche Studie der Universität Köln.

Top Stellenangebote
Online-Kataloge
Anzeige
Spezials
Altenhilfe der FR
Altenhilfe

Spendenkonten, Bankverbindung, Online-spenden und Informationen zu Spendenquittungen.

ANZEIGE
- Partner