Es soll Männer geben, die alle 17 Sekunden daran denken: Sex. Auch die Fachhochschule Frankfurt spricht über Sex - jedenfalls in der Zeit vom 1. bis zum 3. April. Dann zeigt die Hochschule am Nibelungenplatz die Ausstellung mit dem Titel "Let's talk about Sex - Neue Entwicklung in der Sexualpädagogik".
An mehreren Tischen stellen die Organisatoren Bilderbücher und Fachliteratur sowie didaktische Materialien, Broschüren, Plakate und Fotografien zum Thema Sex ausgestellt. "Wir haben mehr als 200 Medien zum Thema Sexualität zusammengestellt", sagt Ulrike Schmauch, Professorin am Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der FH und Initiatorin der Ausstellung: "Dazu gehören auch Websites, die über die Thematik informieren und für deren Besuch einige Laptops zur Verfügung stehen." Zudem zeigt die FH umfangreiche Aufklärungsliteratur sowie Dokumentarfilme und auch Spielfilme wie "Juno" oder "Sonnensturm".
Inhaltlich befasse sich die Ausstellung sich "mit Sexualaufklärung und -erziehung, sexueller Orientierung, Familienplanung, Sexualität und Behinderung und vielen anderen Themen", sagte Schmauch. Während eines Forschungssemesters erforschte sie neue Entwicklungen in der Sexualpädagogik und der sozialen Arbeit.
Die Ausstellung dient nun der Präsentation ihrer Forschungsergebnisse. Im Mittelpunkt stehen Frage wie: Wie steht es um die sexuelle Selbstbestimmung von Menschen mit Behinderung? Wie nehmen Menschen Darstellungen von Sex in den neuen Medien auf? Und: Wie sinnvoll ist Sexualaufklärung im frühen Kindesalter?
Das Thema Sexualität müsse fachlich viel stärker in der Gesellschaft präsent sein. "Sexualität gehört zum Leben und zum Menschen dazu." Vor allem Menschen, die in sozialen Berufen arbeiten, sollten lernen, sich intensiv mit Sexualität auseinander zu setzen. "Sie müssen muss auch über Gefühle sprechen", sagt Schmauch.
Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Fachbereichs Soziale Arbeit und Gesundheit, der Fachhochschule, und der Fachhochschulbibliothek. Angesprochen sind besonders Studierende und Lehrende sowie soziale Fachkräfte. Die Schau ist aber auch öffentlich. Neben der Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm mit Vorträgen und Infoständen der "Pro Familia"-Frankfurt.
Eröffnet wird die Ausstellung im Gebäude 2, Raum 10, auf dem Campus Nibelungenplatz/Kleiststraße am Mittwoch, 1. April, um 13.30 Uhr. An den beiden Folgetagen, öffnet sie ihre Tore jeweils von 9 bis 18 Uhr.

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