Seit den Berichten über eine CD mit Schweizer Steuerdaten im Februar 2010 konnte das Land so rund 395 Millionen Euro zusätzliche Steuern verbuchen, teilte das Finanzministerium mit. Ende 2010 hatte die Summe bei 332 Millionen Euro gelegen.
Laut Ministerium gingen seit Februar 2010 bei hessischen Behörden 3802 Selbstanzeigen im Zusammenhang mit Geldanlagen in der Schweiz ein. Tendenziell sinke die Zahl aber wieder. 2010 waren bis zum Jahresende 3446 Selbstanzeigen registriert worden. In den Vorjahren hatte es im Schnitt lediglich rund 1000 Selbstanzeigen unterschiedlichster Steuerfälle gegeben.
Grund für den zuletzt deutlichen Anstieg war eine CD mit Schweizer Bankdaten von mutmaßlichen deutschen Steuerbetrügern, die Nordrhein-Westfalen mit Hilfe der Bundesregierung gekauft hatte. Hessen hatte deshalb die Steuerfahndung 2010 um 40 Mitarbeiter aufgestockt.
Inzwischen kommen Steuerbetrüger bei einer Selbstanzeige nicht mehr so einfach ohne Strafe davon. Der Bundestag hat mit der schwarz-gelben Mehrheit im März beschlossen, die Hürden für die „strafbefreiende Selbstanzeige“ zu erhöhen. ( dpa)
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