Frankfurt/Main. In der hessischen Steuerfahnder-Affäre weist das Landesfinanzministerium Vorwürfe zurück, es habe zwischen Herbst 2005 und Sommer 2009 insgesamt 22 Finanzbeamte zu dem umstrittenen Psychiater Thomas H. zwecks Überprüfung ihrer Arbeitsfähigkeit geschickt.
"Das ist Aufgabe des Hessischen Amts für Versorgung und Soziales, das dem Ministerium für Arbeit und Gesundheit unterstellt ist", betonte ein Sprecher von Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU) am Samstag in Wiesbaden. Er widersprach damit einem Bericht der "Frankfurter Rundschau" vom selben Tag.
Der Sprecher des Finanzministeriums fügte hinzu, die Liste mit den Namen der hinsichtlich ihrer Arbeitsfähigkeit überprüften Beamten sei seit Sommer bekannt. Arbeits- und Gesundheitsminister Jürgen Banzer (CDU) habe sie "nach mehreren Anfragen von Landtagsfraktionen im Juli veröffentlicht". Aufgelistet würden keineswegs nur Finanzbeamte. (ddp)

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