Taxikunden in Wiesbaden und Frankfurt müssen sich auf höhere Preise einstellen. Ende Oktober steigen die Tarife in der Mainmetropole. In der Landeshauptstadt dagegen treten die neuen Preisvorgaben schon zum 1. September in Kraft. In anderen Städten des Rhein-Main-Gebiets zahlen die Kunden schon seit längerem einen gestiegenen Preis für Taxifahrten.
So hatte zuletzt die Stadt Offenbach die Preise angehoben. Seit dem 2. Juli kostet hier eine Fahrt über zehn Kilometer tagsüber 18 Euro. Damit liegt Offenbach im Vergleich mit anderen Städten der Region im Mittelfeld. Am teuersten ist die Fahrt in Darmstadt, wo der Kunde für die gleiche Strecke 20,10 Euro zahlen muss. Relativ billig ist Bad Homburg (16,30 Euro).
Grundtarif:Fahrgäste zahlen künftig tagsüber 2,75 Euro (bisher: zwei Euro) und in der Zeit zwischen 22 und 6 Uhr 3,25 Euro (2,50 Euro).
Kilometergeld: Bis zehn Kilometer erhöht es sich tagsüber auf 1,65 Euro (1,60 Euro) und nachts auf 1,75 Euro (1,70 Euro). Der Tarif ab zehn Kilometer bleibt unverändert bei 1,38 Euro tagsüber beziehungsweise 1,53 Euro in der Nacht.
Großraumtaxi: Der Zuschlag erhöht sich auf sieben Euro (5,10 Euro).
Taxifirmen stehen unter kommunaler Aufsicht. Die Preise werden von Kommune zu Kommune unterschiedlich festgelegt. Vorausgegangen war der Offenbacher Preiserhöhung ein Antrag der Taxivereinigungen samt mehrseitiger Begründung.
"Für eine Erhöhung werden immer gestiegene Betriebskosten als Argument angeführt", erklärte Erich Unkelbach, Abteilungsleiter für Gewerberecht in Wiesbaden. Das seien in erster Linie die steigenden Benzinkosten.
Es sei selten, dass verschiedene Städte gleiche Taxitarife haben, sagte Unkelbach.
Als Grund für diese Preisunterschiede nennt er verschiedene Faktoren. So sei die Taxibranche gezwungen, sich an den Preisen des öffentlichen Personennahverkehrs zu orientieren. Je nach Situation und Angebot dieses Konkurrenzverkehrsmittels würden sich unterschiedliche Taxitarife ergeben.
In Frankfurt spiele das Taxi allein durch den Flughafen eine andere Rolle als etwa in Wiesbaden.
Konkurrenz Mietwagen
Taxis konkurrieren außerdem mit Mietwagen. Diese unterlägen nicht der Tarifordnung, so dass die Preise frei verhandelt werden könnten. Allerdings dürften sich Mietwagen nicht an Taxihaltestellen aufhalten und nur auf Bestellung abgerufen werden.
In der Wiesbadener Taxibranche sei die nun beschlossene Erhöhung umstritten gewesen, berichtet Unkelbach. Einige Funkgesellschaften befürchteten, "dass Kunden weniger oder gar nicht mehr mit dem Taxi fahren." Schließlich sei eine Omnibusfahrt immer billiger.

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