Um es wegen der zahlreichen Anfragen vorweg zu nehmen: Jeder kann zu diesem Stadtgespräch am kommenden Montag, 22. März, ins Depot Sachsenhausen der Frankfurter Rundschau kommen. Und jeder, der sich mit den Belangen der Kinder in dieser Stadt befasst, sollte auch kommen. Schließlich geht es um alles das, was Kinder brauchen. Damit verbinden sich Weichenstellungen, Wegweisungen für die Zukunft dieser Stadt. Darüber dürfte also in aller Ruhe zu reden sein.
Bevor der allmählich anhebende Wahlkampf für die Kommunalwahl im März kommenden Jahres Zuspitzungen bringt, die womöglich der inhaltlichen Kontroverse nicht dienlich sind. Schließlich geht es um Grundlegendes, etwa um die Preise im öffentlichen Nahverkehr. Für Sozialdemokraten und Linke ist die Sache klar: Da muss etwas passieren, Schüler dürfen nicht schlechter gestellt sein als Studenten, die bereits auf ein Kombiticket zurückgreifen könnten. Daran könnte man sich orientieren. Dem stehen im Grundsatz die Grünen auch nicht entgegen, gleichwohl zögern sie - des Doppelhaushalts wegen, der Mehrausgaben über fünf Millionen Euro für diesen Posten kaum verkraften könnte.
"Was Kinder in Frankfurt brauchen" hat die Stadtredaktion der Frankfurter Rundschau das nächste Stadtgespräch am Montag 22. März, ab 19.30 Uhr im Depot Sachsenhausen überschrieben.
An der Debatte beteiligen sich Horst Kraushaar, der Fraktionschef der CDU, Olaf Cunitz, sein Partner an der Spitze der Fraktion der Grünen, Peter Manuel Feldmann, der sozialpolitische Sprecher der SPD, die Fraktionschefin der FDP, Anette Rinn, und ihr Kollege von der Linkspartei, Lothar Reininger.
Neben den Preisen für den Öffentlichen Nahverkehr, die Sozialdemokraten und Linke erheblich reduzieren wollen, sind an diesem Abend auch die schulische Betreuung und die musikalische Erziehung Themen der Diskussion, zu der der Eintritt frei ist. Auch Initiativen, die sich mit der Kinderbetreuung befassen, sind ausdrücklich willkommen.
Doch mit den Fahrpreisen ist es nicht getan. Muss eine Stadt, die etwas auf ihre bürgerschaftliche Tradition hält, nicht auch dafür sorgen, dass ihrem Nachwuchs ein ordentliches Mittagessen zur Verfügung steht? Und: Ist das nordrhein-westfälische Projekt, dass jedem Schüler ein Instrument ans Herz legen will, nicht geradezu von beispielhafter Qualität?
Fragen, die Antworten brauchen. Antworten, die frühere Fäden zur Entwicklung der Bürgerstadt aufgreifen und die Bestimmung von Positionen möglich machen: Wie wollen die Frankfurter, die großen und die kleinen, im Mittelpunkt der Metropolregion 2030 eigentlich leben? (ing)

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