Frankfurt/Main. Der vom Suhrkamp Verlag erwogene Umzug von Frankfurt nach Berlin macht nach Ansicht des FDP-Bundestagsabgeordneten Hans-Joachim Otto die "krassen Mängel" im Länderfinanzausgleich deutlich.
"Es ist schlicht nicht akzeptabel, wenn das Land Berlin mit Mitteln aus dem Länderfinanzausgleich einen Subventionswettlauf zulasten hessischer Arbeitsplätze forciert", erklärte Otto, Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, am Dienstag in Frankfurt.
Hessen zahle als größtes Geberland im Länderfinanzausgleich mit etwa 2,9 Milliarden Euro die gleiche Summe ein, die Berlin aus dem Topf erhalte. Dem renommierten Verlag, der knapp 130 Beschäftigte hat, liegt nach eigenen Angaben eine "Einladung" des Berliner Senats vor.
Standortkonkurrenz zwischen einzelnen Bundesländern sei völlig legitim und biete aus Sicht der FDP keinen Anlass zur Beanstandung.
Nur müsse der Wettbewerb nach marktwirtschaftlichen Prinzipien funktionieren. Die Geberländer dürften durch den Länderfinanzausgleich nicht bestraft werden, meinte Otto, der den Wahlkreis Frankfurt vertritt.

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