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Frankfurter Immobilienmarkt: Büros im Tief, Rekorde bei Wohnungen

Die Büroumsätze sind auf einem Tiefststand, die Nachfrage nach Wohnimmobilien aber ist ungebrochen hoch: Der Frankfurter Gutachterausschuss stellt eine wachsende Beliebtheit im Sektor "Hochpreisiges" fest.

Die Büroumsätze sind auf einem Tiefststand, die Nachfrage nach Wohnimmobilien aber ist ungebrochen hoch: Der Gutachterausschuss für Grundstücke der Stadt Frankfurt fasst in diesen zwei Sätzen prägnant die Lage auf dem Frankfurter Immobilienmarkt zusammen.

Sämtliche in der Stadt geschlossene Kaufverträge gehen in die Statistik der Gutachter ein. Danach wurden mit knapp 5000 Verträgen im Jahr 2009 fünf Prozent mehr Immobilien veräußert als im Vorjahr. Diese Steigerung geht aber in erster Linie auf die hohen Verkaufszahlen von Wohnungseigentum zurück. Der Gesamtimmobilienumsatz war mit 2,1 Milliarden Euro rund 30 Prozent niedriger als im Vorjahr. Ein Rückgang von mehr als 70 Prozent im Vergleich zu 2007.

Der resultiert aber ausschließlich aus dem Einbruch im Büromarkt. Nach den Rekordumsatzzahlen von 2006 und 2007 gab es von 2007 auf 2009 einen Einbruch von 93 Prozent. Der Umsatz 2009 in Höhe von 330 Millionen Euro ist mit Blick auf die letzten 20 Jahre "ein absoluter Tiefststand", sagt der Gutachterbericht.

Steigerung um zehn Prozent

Die Preise von Eigentumswohnungen aber sind im Vergleich zu den Vorjahren in fast allen Segmenten wieder angestiegen. Bei Eigentumswohnungen mit Baujahren bis 1949 wurde 2009 ein Preis von 2730 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erzielt. Das sind fünf Prozent mehr als im Jahr 2008.

Der Preis für Eigentumswohnungen aus den Baujahren 1950 bis 1974 blieb mit durchschnittliche 1570 Euro pro Quadratmeter nahezu unverändert. Ab dem Baujahr 1975 wurden Preise von 2350 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche erzielt, knapp zehn Prozent mehr als 2008. Der Wert für Neubauten war mit 3030 Euro pro Quadratmeter in etwa gleichbleibend hoch. In allen Baualtern sind aber mehr Wohnungen verkauft worden. Eine Steigerung von insgesamt zehn Prozent ist zu verzeichnen. Im Geschäftsjahr 2009 wurden in Frankfurt 2739 neue Wohnungen genehmigt, neun Prozent mehr als im Vorjahr.

Vor allem "hochpreisige Wohnungen" erfreuen sich laut dem Gutachterbericht wachsender Beliebtheit. Es wurden mit 335 rund 20 Prozent mehr Wohnungen in der Preisklasse über 3500 Euro verkauft. Der Anteil der Verkäufe über 5000 Euro pro Quadratmeter blieb stabil. Der Gutachterausschuss rechnet damit, dass sich die Entwicklung bei absoluten Spitzenpreise fortsetzen, das Preissegment zwischen 3500 und 5000 Euro pro Quadratmeter aber zunehmend den Markt bestimmen werde. Neue Eigentumswohnungen im Westend, in Sachsenhausen, im Westhafen und im Nordend erzielten mit über 4000 Euro pro Quadratmeter im Schnitt die höchsten Preise. (ox)

Datum:  12 | 4 | 2010
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