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Frankfurter Restaurants: Schlemmen mit Buddha

An der Taunusanlage eröffnet am Samstag, 5. September, der erste "Pan-Asian-Supperclub" Deutschlands. Ein Mix aus Lounge, Restaurant und Club. Von Patrick Kremers

Im Zenzakan
Im Zenzakan
Foto: FR/Oeser

Besser hätte der Gastronom Christian Mook seinen neuen Coup nicht verstecken können: In einem abgelegenen Hinterhof an der Taunusanlage gibt es eine kleine Treppe, die muss der Besucher hinabsteigen, dann scharf links gehen und eine Tür öffnen, die gewöhnlicher nicht sein könnte. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass sich hinter der gewöhnlichen Tür ein ziemlich ungewöhnliches Restaurant befindet: das "Zenzakan".

Ein Jahr und knapp 4,5 Millionen Euro hat es gebraucht, bis das panasiatische Restaurant im Herzen der Stadt ausgebaut war. Heute öffnet das Zenzakan nun offiziell seine Pforten: auf der Fläche eines halben Fußballfelds erstrecken sich eine Cocktail-Lounge, ein elegantes Restaurant und ein Nachtclub. Diese Symbiose gebe es nur in großen Metropolen wie New York, Dubai oder London - in Deutschland sei sie einzigartig, heißt es vollmundig.

Das Zenzakan

Der Name "Zenzakan" sollte ein Fantasiename sein. Erst später entdeckten die Betreiber, dass der Name durchaus eine Bedeutung hat: "Zen" ist eine Strömung des Buddhismus, "Za" bedeutet Tisch und "Kan" steht für das Haus.

Das Restaurant hat montags bis samstags ab 18 Uhr geöffnet. Es befindet sich im Gebäude Taunusanlage 15. Der Eingang liegt jedoch im Souterrain des Innenhofs von Taunusanlage 14.

Das "Zenzakan" sieht aus wie ein buddhistischer Tempel mit flauschigen Lounge-Couchen. Im Eingangsbereich werden die Gäste von riesigen Buddha-Köpfen begrüßt. An der Wand hängen rund 200 Kriegerfiguren, die der berühmten Terracotta-Armee aus der Qin-Dynastie nachempfunden sind. Zwischen den Tischen stehen goldene Bambusstäbe, als Türgriffe dienen umgewandelte Samurai-Schwerte. Die Kunstschätze hat Inhaber Mook selbst zusammengetragen. Der wohl beeindruckendste Schatz in der Sammlung ist ein antikes Pfeil- und Bogen-Set aus dem China des 15. Jahrhunderts, das sich jetzt fast beiläufig zwischen großen Pflanzen an einer Wand versteckt.

Wein für 6200 Euro

Gekocht wird im "Zenzakan" kreuz und quer durch die asiatische Küche. "In keiner anderen Küche wird so viel Wert auf Frische, Perfektion und Klarheit gelegt", sagt Sebastian Roisch. Der Küchenchef experimentiert gerne und hat für die Karte des "Zenzakan" die klassisch-asiatische Küche mit Elementen aus Europa kombiniert. Inspirieren ließ sich der 34-jährige Küchenchef auf seinen Reisen in China, Vietnam, Thailand und Japan. So gibt es aus jeder Küche etwas: von frischen Sushi-Rollen über thailändische Suppen bis hin zum Kobe-Filet aus Japan, das als teuerstes Fleisch der Welt gilt. Da kostet eine Portion stolze 70 Euro.

Ein Hingucker ist die begehbare, zehn Meter lange Wein-Vitrine - das Reich von Andre Grunert. 135 Weine stehen auf der Karte des Chef-Sommeliers: Vom Infinitus für 39 Euro die Flasche bis hin zum Château Petrus, der für stolze 6200 Euro pro Flasche zu haben ist. "Insgesamt 2500 Rotwein-Flaschen lagern allein in der Vitrine", sagt Grunert. Weitere 800 Flaschen Weißwein warten in Kühlschränken darauf, entkorkt zu werden.

Beim Zusammenstellen der Weinkarte hat der Sommelier darauf geachtet, dass er auch unbekannte Weine anbietet. "Ich kenne ein paar echt verrückte Winzer, die zum Teil sehr abgespacete Weine anbauen", sagt Grunert.

Autor:  Patrick Kremers
Datum:  5 | 9 | 2009
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