Friedberg. Rund 1700 Menschen haben am Samstag Aufmärsche von Anhängern der rechtsextremen NPD in Friedberg und Nidda verhindert. Wie die Polizei mitteilte, konnten sich die rund 180 Rechten zunächst nicht auf die genehmigte Demonstrationsroute in der Friedberger Innenstadt begeben, weil diese von Gegendemonstranten blockiert wurde. Dabei kam es zu vereinzelten Reibereien.
Die NPD- Anhänger, die unter dem Motto "Deutsche wehrt Euch - gegen Islamisierung und Überfremdung" nach Hessen gekommen waren, lehnten eine Ausweichstrecke ab. Gegen 14 Uhr entschieden sich die Rechten, nach Nidda weiterzureisen, wo ein weiterer Marsch geplant war.
Doch auch dort versperrten Gegendemonstranten den Weg. Wieder verlief die Blockade friedlich. "Ich bin froh, dass sich so viele Menschen aufgemacht haben, um sich gewaltlos der NPD in den Weg zu stellen", sagte der DGB-Regionsvorsitzende Frank Herrmann.
Der DGB hatte gemeinsam mit einem breiten Bündnis zu den Protesten aufgerufen. Am späten Nachmittag fuhren die NPD-Anhänger weiter in den Nachbarort Ranstadt, wo sie weitgehend ungehindert durch das Bahnhofsviertel zogen. (dpa)

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