Ein Psychiatrie-Patient hat in einer geschlossenen Abteilung des Klinikums Fulda ein Feuer gelegt und die Aufregung für seine Flucht genutzt. Der 25-Jährige habe am Donnerstagmorgen mit einem Feuerzeug zwei Matratzen in seinem Krankenzimmer angezündet, teilte die Polizei mit. Wegen der schnellen und starken Rauchentwicklung konnte er zwar zunächst entkommen, wenig später wurde er aber in der Nähe des Klinikums in der Wohnung seiner Eltern geschnappt. Der Mann habe sich widerstandslos festnehmen lassen und einen apathischen Eindruck vermittelt, berichteten die Beamten. Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Es entstand Sachschaden in Höhe von 25.000 Euro.
Laut Polizei soll der Mann für Fremde nicht gefährlich gewesen sein. Er sei auf Beschluss des örtlichen Amtsgerichts wegen Eigengefährdung eingewiesen worden. Er habe sich aber weder umbringen, noch das Feuer bewusst für seine Flucht nutzen wollen. Der Mann sei insgesamt sehr verwirrt gewesen, sagte ein Polizeisprecher.
Nach Angaben eines Klinksprechers bekamen die Rettungskräfte das Feuer schnell in den Griff. Das Zimmer, in dem der Brand gelegt wurde, war nach dem Feuer unbewohnbar. „Wir haben aus Sicherheitsgründen den gesamten Trakt evakuiert“, sagte der Klinksprecher. Die Patienten würden nach den Aufräumarbeiten wieder nach und nach in ihre Zimmer zurückkehren. (dpa)
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