kalaydo.de Anzeigen

Gebäudereiniger in Frankfurt: Streik darf nicht gefilmt werden

Das Merkblatt der Gebäudereiniger-Innung gibt den Arbeitgebern rechtswidrige Tipps für den Umgang mit Streiks. Ein Highlight: Man zeichne Arbeitskampf-Aktionen auf Video auf.

In der Urabstimmung votierten 96,7 Prozent für Streikmaßnahmen.
In der Urabstimmung votierten 96,7 Prozent für Streikmaßnahmen.
Foto: dpa

Das Merkblatt des in Bonn ansässigen Bundesinnungsverbands des Gebäudereiniger-Handwerks enthält Ratschläge für Arbeitgeber, die "gänzlich unzulässig" oder zumindest fragwürdig sind, wie die Landesbeauftragte für Datenschutz in Nordrhein-Westfalen, Bettina Gayk, am Mittwoch auf Anfrage erklärte. In dem Merkblatt, das der FR vorliegt, wird den Arbeitgebern empfohlen, bei einem "Streikausbruch" den "gesamten Ablauf" mit "Kamera/Fotoapparat" zu dokumentieren. Sollte der Streik länger dauern, sollen Briefe an die Privatadresse der Arbeitnehmer geschickt werden, um "durch Einfluss der Familienangehörigen" eine "beginnende Streikmüdigkeit" zu verstärken. Der Arbeitgeber dürfe Briefe an seine Mitarbeiter, nicht aber an Familienangehörige schicken, sagte Gayk. Für Fotos oder Filme gebe es bei einem Streik "keine Rechtsgrundlage".

"Wenn jemand mit der Kamera auftaucht, werden wir unsere Leute sofort abziehen und Strafantrag stellen", meinte Klaus-Dieter Körner von der IG Bau. Am zweiten Tag des bundesweiten Streiks der Gebäudereiniger hätten in Hessen wieder über 100 Beschäftigte die Arbeit liegen lassen. Mehrere Frauen seien nachts angerufen worden und "massiv unter Druck gesetzt worden". (ft)

Datum:  21 | 10 | 2009
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Regionale Startseite
Ressort

Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick


Nachrichten aus der Region

Anzeige

 
Spezial

Die heiße Phase naht: Termine, Reportagen, Bilder - vom Kinderfasching bis zur Prunksitzung.

Anzeige

Spezial
Beschäftigte des Druckmaschinen-Herstellers Manroland demonstrieren vor der Allianz-Niederlassung in Frankfurt. Allianz und MAN haben dem angeschlagenen Konzern den Geldhahn zugedreht.

Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.

Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!

Anzeige

Spezial
Wer zieht im März in den Römer ein?

Wer folgt Petra Roth? Mitte März wählt Frankfurt einen neuen OB. Alles über die Kandidaten im Spezial.

OB-Wahl in Frankfurt
        

Rechnet mit einer Stichwahl: Ursula Fechter.
FAG-Kandidatin Fechter 
Das zentrale Themenplakat der Piraten (für ganzes Bild bitte klicken).
Piraten in Frankfurt 
OB-Bewerber Oliver Maria Schmitt setzt sich für ein nichtraucherfreies Frankfurt ein.
OB-Wahl Frankfurt 
        

Ganz großes grünes Kino: OB-Kandidatin  Heilig und der Berliner Fraktionsvorsitzende  Trittin in der Harmonie.
OB-Wahlkampf bei den Grünen 
Boris Rhein hat auf Facebook einen falschen Freund abgekriegt: einem stadtbekannten Rechtsextremen aus Maintal.
Frankfurter OB-Wahlkampf im Internet 
Altenhilfe der FR

Spendenkonten, Bankverbindung, Online-spenden und Informationen zu Spendenquittungen.

Spezial

Mit gutem Gewissen investieren und gleichzeitig Geld verdienen? Die FR schaut, wie erfolgreich Firmen und Fonds dabei sind.

Spezial

Der Ausbau des Flughafens ist in der Region heftig umstritten. Die FR-Serie informiert über die Landebahn.

Fotostrecke 1. Derpart Familien-Reise-Tag
Meistgeklickt
Auch Bettina Wulff wirkt müder als sonst - hier besichtigt sie Leonardo da Vincis
Bundespräsident Wulff in Italien 
Wütend nach dem Eintracht-Spiel in Düsseldorf: Heribert Bruchhagen.
Eintracht-Boss hadert mit Schiedsrichter und Schauspieler 
Diskussionen: Bamba Anderson redet auf Schiedsrichter-Assistent Jan Hendrik Salver ein.
Fußball-Kolumne Ballhorn (IV) 
Bayer Leverkusen Boss Holzhäuser 
Verrauchte Sicht für Frankfurts Keeper Oka Nikolov.
Eintracht gegen Fortuna 
Marktplatz

"Wir wünschen uns einen großen Garten um unser Frühlingsglück zu genießen." Über 25.000 Bauplatz- und 6.000 Baugebiet-Angeboten.