Die Themen Migration und Integration sollen an der Goethe-Uni einen Schwerpunkt bilden. "Wir denken an ein interdisziplinär und international forschendes Zentrum", sagte Uni-Vizepräsident Rainer Klump im Gespräch mit der FR. Eingebunden werden sollen nach ersten Überlegungen Fachbereiche wie Soziologie, Kulturanthropologie, Humangeologie, Gesellschaft- und Wirtschaftswissenschaften.
Solch ein Schwerpunkt könne nach Klumps Worten mit Hilfe kompetenter Wissenschaftler, die an der Goethe-Uni arbeiten, aufgebaut werden. Im Gespräch als Koordinatorin ist die Soziologin Kira Kosnick, die derzeit Juniorprofessorin bei den Kulturanthropologen ist.
Geplant ist eine intensive Zusammenarbeit mit dem Integrationsdezernat der Stadt Frankfurt, die sich sowohl auf die wissenschaftliche Begleitung des neuen Integrations- und Diversitätskonzepts beziehen werde, als auch auf Untersuchungen über Entwicklungen in Frankfurt im Vergleich mit anderen Metropolen.
Weitere Vernetzungen
Damit werde der Anspruch erfüllt, "Bürgeruni zu sein, die sich der Bürgergesellschaft hinwendet". "In dieser Form gibt es dies meines Wissens sonst nirgends in Deutschland", sagt der stellvertretende Uni-Präsident.
Die Idee für die Kooperation mit dem Integrationsdezernat entstand Anfang Oktober in der Frankfurter Partnerstadt Toronto. Dort hatte Klump als Delegationsmitglied die Gelegenheit zu intensiven Gesprächen mit Stadträtin Nargess Eskandari-Grünberg.
"Für uns ist die Goethe-Uni ein sehr guter Partner", erklärt die Integrationsdezernentin im Hinblick auf Forschungsergebnisse der Uni, die in die Arbeit des Amts für multikulturelle Angelegenheiten einfließen könnten. Auch aus einem anderen Grund freut sich Eskandari-Grünberg über die geplante Kooperation: "Damit machen wir einen weiteren Schritt in Punkto Vernetzung; und das ist ja eines der Ziele des Integration- und Diversitätskonzepts ."

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