Friedhelm Funkel war genervt. Da kamen zur freitagvormittäglichen Übungseinheit der Eintracht am Stadion Dutzende von Journalisten, darunter auch zahlreiche Fernsehteams. Doch zunächst wollte kaum einer der Reporter mit dem Eintracht-Trainer über das Spiel seiner Mannschaft am heutigen Samstag in Wolfsburg reden. Das Thema des Tages gab der Boulevard vor: "Feuer in der Eintracht-WG".
Am Donnerstagabend, um genau 20.56 Uhr, war bei der Feuerwehr in Neu-Isenburg ein Notruf eingegangen. In einem Haus Am Mühlgraben brenne es lichterloh. Vor Ort trafen die 30 Feuerwehrleute auf zwei Bewohner des Hauses, die vor den Flammen auf die Straße geflüchtet waren: Eintracht-Stürmer Martin Fenin und sein Teamkollege, der Neuzugang Makus Steinhöfer, der bei Fenin zur Untermiete wohnt.
Die beiden Fußballer wollten auf dem Balkon im zweiten Stock grillen und benutzten dabei Propangas. Ein Fehler. Offenbar wegen eines defekten Schlauchs entstand auf dem Balkon ein Feuer, das auch auf Teile des Dachs und der Hausfassade übergriff. Fenin und Steinhöfer überstanden das Unglück unverletzt. Der Sachschaden aber dürfte beträchtlich sein. Die Feuerwehr sprach am späten Donnerstagabend von rund 100 000 Euro.
Funkel sparte am Freitag nicht mit guten Ratschlägen. Man grille auch nicht mit Gas, sondern mit Holzkohle: "Das riecht auch viel besser." Fenin und Steinhöfer konnten sich zu dem Unfall indes nicht äußern. Funkel hatte ihnen Interviewverbot erteilt.

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