Beim Absturz eines Sportflugzeugs sind im Landkreis Aschaffenburg zwei Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Als Unglücksursache kommen laut Polizei sowohl ein Fehler des 82 Jahre alten Piloten als auch ein technischer Defekt infrage.
Zusammen mit seiner 63-jährigen Lebensgefährtin war der Mann am Samstag von einem Rundflug auf den Flugplatz Großostheim-Ringheim zurückgekehrt. Beim Landeanflug stürzte der 20 Jahre alte Motorsegler etwa 200 Meter vor der Landebahn ab und schlug in einem Acker auf, teilt Karl-Heinz Schmitt, Sprecher der Polizei Unterfranken mit. Die beiden Insassen wurden in der Maschine eingeklemmt und mussten von Rettungskräften befreit werden - fast eine Stunde dauerte es, bis das Großaufgebot der Feuerwehr die beiden Verletzten aus dem Wrack befreien konnte.
Auf dem aufgeweichten Acker gestaltete sich der Einsatz schwierig, wie die Kreisbrandinspektion Großostheim mitteilte. Feuerwehrleute mussten das Rettungsgerät zur Unglücksstelle tragen und das Flugzeug zunächst mit Holzbohlen und Kanthölzern stabilisieren. Mit hydraulischen Geräten wurde es dann zerschnitten. An dem Motorsegler entstand Totalschaden in Höhe von 10.000 Euro.
Die 63-Jährige wurde in ein Krankenhaus in Aschaffenburg geflogen, der 82-Jährige musste zuerst stabilisiert werden und kam dann mit einem Hubschrauber in eine Frankfurter Klinik.
Die Ermittlungen zur Absturzursache werden gemeinsam von der Kriminalpolizei Aschaffenburg, einem luftfahrtkundigen Beamten der Aschaffenburger Polizei und Mitarbeitern des Bundesamtes für Flugunfalluntersuchung geführt. Nach ersten Untersuchungen seien auch technische Probleme am Flugzeug denkbar, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Laut Zeugenaussagen hatte der Motorsegler bereits recht tief auf den Flugplatz zugesteuert, war dann plötzlich nach vorne abgekippt und schließlich in den Acker geprallt. (dpa)
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