Oft sitzen zu viele Kinder in den Klassen, statt fest angestellter Lehrerinnen geben sich Vertretungskräfte die Klinke in die Hand, und Förderstunden können nicht gegeben werden, weil das Personal fehlt. So sieht es an den rund 1000 hessischen Grundschulen nach Einschätzung zahlreicher Schulleiter und -leiterinnen aus. Mehr als 500 von ihnen haben nun von Kultusminister Jürgen Banzer (CDU) eine bessere Ausstattung der Schulen gefordert und fürchten andernfalls um die Qualität der Bildung.
"In den letzten beiden Jahren wurden rund 600 von 9270 Lehrerstellen gestrichen", sagt Manfred Schiwy, Schulleiter aus Reinheim und Mitglied der Fachgruppe Grundschule der GEW Hessen. Obwohl die Schülerzahl sinke, seien Klassen mit bis zu 28 Jungen und Mädchen besetzt. "Das ist viel zu viel, um sinnvollen Unterricht zu machen", sagt Schiwy. Um Einzelne könne sich eine Lehrerin da kaum kümmern. Auch würden beamtete Pädagogen oft durch Vertretungskräfte ersetzt - häufiger Lehrerwechsel sei die Folge.
Die Rektoren fordern höchstens 25 Kinder je Klasse, den Stopp des Stellenabbbaus und die Zuweisung der zwei vorgesehenen Förderstunden je Klasse. pgh

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