Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ermittelt gegen den früheren hessischen Europaminister Volker Hoff (CDU). Es werde geprüft, ob der Ex-Politiker wegen leichtfertiger Geldwäsche angeklagt werde, sagte der Sprecher der Behörde, Klaus Schulte. Er wies zugleich darauf hin, dass das Strafverfahren anderen Gesetzen folge als ein Zivilverfahren.
Das Wiesbadener Landgericht hatte Hoff und seinen früheren Geschäftspartner Reinhard Zoffel in einem Zivilverfahren dazu verurteilt, 2,5 Millionen Euro an die Werbeagentur Carat zu zahlen. Es geht um einen Teil des Geldes, das ein früherer Werbemanager abgezweigt und über die Konten von Zoffel und Hoff gewaschen haben soll. Die Zivilkammer des Landgerichts begründete sein Urteil damit, dass sich die beiden der leichtfertigen Geldwäsche schuldig gemacht hätten.
Die Carat-Mutter Aegis hatte Strafanzeige gegen Hoff gestellt. Ein 2006 eingestelltes Ermittlungsverfahren gegen ihn lebt wieder auf. (pit.)
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