Der Kälteeinbruch sorgt für Ernteausfälle bei den hessischen Spargelbauern. "Wir können den Spargel im Moment nur einen halben Tag lang stechen", sagte der Vorsitzende des "Arbeitskreises Spargel Südhessen", Rolf Meinhardt, in Weiterstadt. Der kalte Regen habe den Boden so stark ausgekühlt, dass das Gemüse nicht mehr wachse. Für die Spargelbauern sei das "eine Katastrophe".
"Der Spargel wird wohl vor Himmelfahrt knapp werden", sagte Meinhardt weiter. Die Nachfrage nach dem königlichen Gemüse sei dann aber erfahrungsgemäß besonders hoch. Doch die hessischen Landwirte könnten die Nachfrage in diesem Jahr wohl nicht befriedigen. "Wahrscheinlich wird der Preis anziehen", erwartet der Spargelbauer, der auch zweiter Vorsitzender im Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer ist.
Zwar seien die Felder alle mit isolierenden Folien abgedeckt, diese hätten jedoch keinen Effekt bei dem derzeitigen kalten Wetter. "Die Folien können nur noch ein bisschen Restwärme im Boden speichern", erklärte Meinhardt. Damit der Spargel wieder richtig wachse, seien Temperaturen von etwa 20 Grad und mehrere Sonnenstunden pro Tag nötig. Das Gemüse brauche viel Wärme, aber nicht so sehr den Regen.
Durch den langen Winter hat die Spargelernte zehn Tage später als im vergangenen Jahr begonnen. Ursprünglich sollte die Spargelernte zum 24. Juni beendet sein. (ddp)

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