Der hessische Staatsforst sollte nach Ansicht der Grünen auf soziale und ökologische Weise bewirtschaftet werden. Der Grünen-Landtagsabgeordnete Daniel May machte sich am Montag in Wiesbaden dafür stark, dass der Wald nach den Kriterien des Forest Stewardship Council (FSC) begutachtet wird. Damit würden etwa der Einsatz von Pestiziden oder ein Kahlschlag verboten.
Unterstützung erhielt der Grüne von SPD und Linken sowie vom Naturschutzverband BUND. Die Landesregierung ist noch nicht davon überzeugt, dass die FSC-Zertifizierung den richtigen Weg darstellt. Umweltministerin Silke Lautenschläger (CDU) sei dabei, ein Pilotprojekt auf die Beine zu stellen, sagte ihr Sprecher.
Nach Angaben des FSC lassen mehrere Bundesländer ihre Wälder bereits nach diesen Kriterien zertifizieren, so Berlin, Hamburg, Schleswig-Holstein und das Saarland. Auch eine Reihe hessischer Kommunen wie Wiesbaden, Bad Vilbel, Kelkheim, Hofheim oder Friedrichsdorf habe sich den FSC-Kriterien verpflichtet.
Hessen zählt zu den waldreichen Bundesländern. Allein dem Land gehören rund 340 000 Hektar Forst. Etwa genau so groß sind jeweils die Flächen der Wälder in Kommunal- und Privatbesitz.
Eine Zertifizierung nach FSC-Kriterien bedeutet etwa, dass ein hoher Anteil an einheimischen Bäumen gepflanzt werden muss. Dies stünde einer großflächigen Nutzung der nordamerikanischen Douglasie entgegen, die gegen Stürme widerstandsfähig ist. Außerdem fordert der FSC, dass nicht mehr als 95 Prozent der Waldfläche wirtschaftlich genutzt werden. Bisher seien das aber in Hessen bereits 96 Prozent, sagte Elmar Seizinger vom FSC.

Die Stadt und Region auf einen Blick: unsere neue Übersichtsseite für Frankfurt und Rhein-Main - das Pflicht-Lesezeichen für alle Hessen.
Berichte aus Bad Homburg, Hochtaunus | Bad Vilbel, Wetterau | Darmstadt | Frankfurt | Kreis Groß Gerau | Hanau, Main-Kinzig | Main-Taunus | Mainz | Offenbach | Kreis Offenbach | Wiesbaden.
Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick
Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.
Facebook | Twitter überregional | Google+
Wer folgt Petra Roth? Mitte März wählt Frankfurt einen neuen OB. Alles über die Kandidaten im Spezial.