kalaydo.de Anzeigen

Hochschulpakt: 30 Millionen weniger für Universitäten

Das Land Hessen will an den Hochschulen sparen. Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann (CDU) spricht von einem "einmaligen Solidarbeitrag" in wirtschaftlichen schwierigen Zeiten.

Ohne Zusatzmittel können die Hochschulen den Ansturm von Studierenden nicht bewältigen, rügt die Opposition.
Ohne Zusatzmittel können die Hochschulen den Ansturm von Studierenden nicht bewältigen, rügt die Opposition.
Foto: dpa

Das Land Hessen will im kommenden Jahr 30 Millionen Euro bei den Hochschulen sparen. Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) sprach am Freitag in Wiesbaden von einem "einmaligen Solidarbeitrag", den die Hochschulen in wirtschaftlich schwierigen Zeiten leisten sollten.

Landesregierung und Hochschulen verhandeln derzeit über eine Fortsetzung des Hochschulpakts für die Jahre 2011 bis 2015. Hochschulen und Opposition im Landtag kritisierten, angesichts steigender Studierendenzahlen könne nicht gespart werden. Der Präsident der Technischen Universität Darmstadt (TUD), Hans Jürgen Prömel, befürchtete "gravierenden Konsequenzen".

Nach der Kürzung will Kühne-Hörmann die Grundfinanzierung der Hochschulen bis 2015 auf dem gleichen Niveau, 1,44 Milliarden Euro jährlich, halten. Zuwachs könne es nur geben, wenn die Steuereinnahmen wieder steigen sollten. "Die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Lehre an Hessens Hochschulen ist und bleibt ein politischer Schwerpunkt der Landesregierung", sagte die Ministerin. Der neue Hochschulpakt soll in zwei Verhandlungsrunden bis zum 11. Mai vereinbart werden.

TU Darmstadt verliert 8,5 Millionen

Darmstadts Uni-Präsident Prömel sagte, er habe nicht mit Kürzungen gerechnet, sondern wenigstens mit der Fortschreibung der Haushalte. Die Pläne bedeuteten für die TUD 2011 den Ausfall von 8,5 Millionen Euro. "Das ist ein mittlerer Fachbereich." Trotz aufgestockter Mittel in den vergangenen Jahren seien hessische Unis immer noch unterfinanziert. Prömel hoffte, in den Verhandlungen mit dem Ministerium Verbesserungen zu erreichen.

Nach Kühne-Hörmanns Darstellung lässt sich der Zuwachs an Studierenden in den kommenden Jahren aus den Mitteln des Hochschulpakts 2020 zwischen Bund und Ländern finanzieren. Prömel argumentierte, dass die TUD und andere Hochschulen schon jetzt über die Kapazität hinaus Studierende aufgenommen hätten. Zum anderen setze das Land den gezahlten Grundpreis je Student zu niedrig an. Es zahle 7000 Euro jährlich für einen Ingenieur oder Informatiker, dabei koste die Ausbildung die Uni etwa 15.000 Euro.

Die Grünen im Landtag kritisierten, das notwendige Sparen solle nicht ausgerechnet bei den Hochschulen anfangen: "Der Flugplatz Kassel-Calden wäre ein guter Beginn für das Sparen gewesen, aber dafür gibt es sogar noch zusätzliches Geld." Ohne Zusatzmittel könnten die Hochschulen den Ansturm von Studierenden nicht bewältigen, rügte die SPD. Auch die Linkspartei kritisierte die geplanten Einschnitte. CDU und FDP sprachen dagegen von einem fairen Angebot an die Hochschulen. (dpa/frs)

Datum:  27 | 3 | 2010
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Regionale Startseite
Ressort

Von Wiesbaden über Frankfurt bis Hanau - Die Stadt und die Region auf einen Blick


Nachrichten aus der Region

Anzeige

 
Spezial

Die heiße Phase naht: Termine, Reportagen, Bilder - vom Kinderfasching bis zur Prunksitzung.

Fastnacht in Rhein-Main
        

In den Clubs könnte die Schwester  auffallen.
Fasching in Mainz 
Rednerschule: Karl Oertl bringt Fastnachtern bei, wie man eine Büttenrede hält. In der Bütt: Patrick Fiederer
Fassenacht in Frankfurt 

Anzeige

Spezial
Beschäftigte des Druckmaschinen-Herstellers Manroland demonstrieren vor der Allianz-Niederlassung in Frankfurt. Allianz und MAN haben dem angeschlagenen Konzern den Geldhahn zugedreht.

Offenbach bangt um einen großen Arbeitgeber: Die Krise beim insolventen Druckmaschinen-Hersteller Manroland.

Social Media
Unser Twitter-Ticker für Frankfurt und Rhein-Main.

 

Facebook | Twitter überregional | Google+
Was bedeutet das hier? FR@Social Media!

Anzeige

Spezial
Wer zieht im März in den Römer ein?

Wer folgt Petra Roth? Mitte März wählt Frankfurt einen neuen OB. Alles über die Kandidaten im Spezial.

OB-Wahl in Frankfurt
        

Rechnet mit einer Stichwahl: Ursula Fechter.
FAG-Kandidatin Fechter 
Das zentrale Themenplakat der Piraten (für ganzes Bild bitte klicken).
Piraten in Frankfurt 
OB-Bewerber Oliver Maria Schmitt setzt sich für ein nichtraucherfreies Frankfurt ein.
OB-Wahl Frankfurt 
        

Ganz großes grünes Kino: OB-Kandidatin  Heilig und der Berliner Fraktionsvorsitzende  Trittin in der Harmonie.
OB-Wahlkampf bei den Grünen 
Boris Rhein hat auf Facebook einen falschen Freund abgekriegt: einem stadtbekannten Rechtsextremen aus Maintal.
Frankfurter OB-Wahlkampf im Internet 
Altenhilfe der FR

Spendenkonten, Bankverbindung, Online-spenden und Informationen zu Spendenquittungen.

Top Stellenangebote
Spezial

Mit gutem Gewissen investieren und gleichzeitig Geld verdienen? Die FR schaut, wie erfolgreich Firmen und Fonds dabei sind.

Spezial

Der Ausbau des Flughafens ist in der Region heftig umstritten. Die FR-Serie informiert über die Landebahn.

Fotostrecke 1. Derpart Familien-Reise-Tag
Marktplatz

"Wir wünschen uns einen großen Garten um unser Frühlingsglück zu genießen." Über 25.000 Bauplatz- und 6.000 Baugebiet-Angeboten.